Kreditkrise Höher reizen und bluffen

1200-Dollar-Schecks für die Bürger, Milliarden-Bürgschaften zur Absicherung wackeliger Hypotheken: Die US-Regierung müht sich verzweifelt, die zweite Lawine der Kreditkrise aufzuhalten. Doch sie verhält sich, ebenso wie Banker und Konsumenten, nur wie ein Pokerspieler vor dem nächsten Bluff.

Hamburg - Die ersten Schecks sind in der Post. Rund 120 Millionen US-Haushalte werden in den kommenden Wochen erfreuliche Gaben vom Finanzamt erhalten: Bis zu 1200 Dollar für Ehepaare, 300 bis 600 Dollar für Singles. "Steuergutschrift" steht darauf. "Bitte sofort shoppen gehen und ausgeben" müsste eigentlich draufstehen. Denn: "Dieses Geld wird unserer Wirtschaft einen Schub geben", versprach US-Präsident George W. Bush zum Start des US-Konjunkturprogramms im Mai. Ein großes Versprechen, mehr nicht.

168 Milliarden Dollar ist das auf Kredit finanzierte Konjunkturprogramm schwer, eine gewaltige Summe. Doch sie wirkt verschwindend klein gegen die Verluste, die den USA durch einen weiteren Verfall der Immobilienpreise drohen.

Jahrelang haben US-Bürger immer neue Darlehen auf ihre Häuser aufgenommen, deren Wert ja scheinbar automatisch stieg. Die Summe dieser "Home Equity Loans" hat inzwischen die Grenze von einer Billion Dollar überschritten - doch inzwischen ist die Immobilie als Geldautomat für immer neue Konsumentenkredite ausgefallen.

Der Wertzuwachs der Häuser hatte den US-Bürgern in den vergangenen Jahren einen steigenden Kreditrahmen beschert. "Ein Steuerscheck von 1200 Dollar ist eine feine Sache. Doch wenn gleichzeitig die Möglichkeit entfällt, sich 10.000 Dollar über die eigene Immobilie zu leihen, wird sich die belebende Wirkung für die Konjunktur in Grenzen halten", meint Michael Stenger, Kreditexperte bei CIS Asset Management, einem der größten unabhängigen Akteure im Bereich von verbrieften Krediten in Europa. Viele US-Bürger dürften die Steuergutschrift dazu nutzen, die nächste Rate für ihre bereits aufgelaufenen Schulden zu bezahlen - eine wichtige Entlastung, aber Geld in den Konsum fließt auf diese Weise noch lange nicht.

Die US-Regierung pokert hoch, wie alle anderen auch. Sie hofft, dass die Steuerschecks ihre psychologische Wirkung entfalten und die Abwärtsspirale aus fallenden Häuserpreisen und steigenden Risikoprämien zur Ruhe kommt. Nur dann können die 168 Milliarden Dollar Einsatz dazu beitragen, dass sich die USA "aus dem derzeitigen Konjunkturabschwung befreien", wie Bush seine Landsleute immer wieder beschwört. Doch dreht sich die Spirale weiter, verpufft die Wirkung des mit großer Geste hingeworfenen Steuergeldes. Dann hätte sich nur das Haushaltsdefizit der USA in etwa verdoppelt: Der Preis des erhöhten Risikos.

Die US-Regierung ist nicht der einzige Spieler am Tisch. Konsumenten, Banken, Hypothekenanbieter und Notenbank verfolgen ähnlich riskante Strategien. Gehen sie nicht auf, schlägt der Bumerang mit doppelter Wucht zurück.

Konsument: Umschulden statt entschulden

US-Konsument: Umschulden statt entschulden

Sparquote Null klingt nach Leben im Jetzt. Seit Jahren geben die US-Bürger mehr Geld aus, als sie verdienen, und sie lebten lange gut damit. Unangenehm wird die Situation jedoch dann, wenn Zinsen steigen und die ersten Gläubiger ihr Geld zurückhaben wollen. Aus "Sparquote null" wird dann "finanzieller Spielraum null", und dies trifft viele US-Bürger und ihre Familien derzeit hart und unmittelbar.

1,5 Millionen Haushalte haben im Jahr 2007 ihr Haus durch Zwangsvollstreckung verloren, 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Aussichten für 2008 sind düster, denn rund neun Millionen US-Bürger haben nach Schätzungen der Regierungsbehörde Federal Housing Administration (FHA) derzeit höhere Schulden, als ihr Haus wert ist. Zwangsvollstreckungen in Rekordhöhe und weiter fallende Häuserpreise können das Land in eine tiefe Rezession schicken, warnt nicht nur US-Wahlkämpferin Hillary Clinton. Jedes weitere Schild mit der Aufschrift "Zwangsversteigerung" drückt auch auf den Wert des Hauses in der Nachbarschaft, ergänzt Notenbankchef Ben Bernanke, der auf weitere Hilfen für in Not geratene Hausbesitzer drängt.

Auch diejenigen Bürger, die ihre Kredite noch bedienen und ihre Häuser halten können, geraten derzeit von mehreren Seiten unter Druck. Ihre Hypothekendarlehen sind meist mit variabler Zinsbindung abgeschlossen, so dass die Zinsbelastung steigt. Gleichzeitig klettern auch die Preise für Lebensmittel und Benzin. Die höheren Ausgaben können kaum über höhere Einkommen abgefangen werden, da auch der US-Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten abgekühlt ist. Mit neuen Krediten halten sich die Banken zurück: Das eigene Haus, das als Geldautomat ausgedient hat, ist nun Quelle steigender Belastungen.

Konsumentenkredite stark gestiegen

Der private Konsum, Lebensader für die US-Wirtschaft, zeigt sich trotz dieser Vielfachbelastung der US-Verbraucher immer noch bemerkenswert robust. Skeptiker vermuten jedoch, dass viele US-Bürger kurzfristig einfach auf die Kreditkarte umsteigen, um ihre wachsenden Belastungen zu bedienen.

Die Konsumentenkredite sind im März um rund 15 Milliarden Dollar und damit mehr als doppelt so stark gestiegen wie erwartet. Im ersten Quartal stiegen die Konsumentenkredite nach Angaben der Fed um insgesamt 34 Milliarden Dollar. Das ist so viel wie seit dem Frühjahr 2001 nicht mehr, als die US-Wirtschaft in der Rezession steckte.

Da die Zinsen bei Zahlungsverzug auf dem Kreditkartenkonto deutlich höher sind als etwa bei einem Hypothekendarlehen, funktioniert diese Strategie jedoch nur für begrenzte Zeit. Banken und Kreditkartenanbieter haben bereits begonnen, ihre Rückstellungen für Zahlungsausfälle zu erhöhen. Nach Einschätzung der Ratingagentur Moodys kann das Ausweichen auf die Kreditkarte kurzfristig die Konsumlaune stützen, doch langfristig umso größere Probleme schaffen.

Das bedeutet: Wenn sich Häuser- und Kreditmarkt nicht rasch stabilisieren, rollt nach der Subprime-Krise bald auch eine Kreditkartenkrise über das Land. Nach Berechnungen von Bloomberg sind 4,1 Prozent aller Kreditkartendarlehen bereits überfällig, das ist der höchste Stand seit knapp vier Jahren. Mit der zusätzlichen Kreditkarte erhöht auch der Konsument sein Risiko - ohne zu wissen, ob das Blatt hält. Für derart riskante Wetten dient auch die Fed als Beispiel.

Fed: Niedrige Zinsen, höheres Risiko

Notenbank: Niedrige Zinsen, höheres Risiko

Fed-Chef Ben Bernanke ist nicht zu beneiden. Seit August hat er den US-Leitzins von 5,25 Prozent auf aktuell 2 Prozent heruntergedrückt, den Märkten immer neue Geldspritzen verpasst, in einer spektakulären Aktion die taumelnde Investmentbank Bear Stearns vor dem Kollaps gerettet. Dennoch wirkt er wie ein Getriebener: Während sein Vorgänger Alan Greenspan weiterhin als "Magier der Märkte" verehrt wird, reißt die Kritik an dem Nothelfer Bernanke nicht ab.

Bernankes Zinssenkungen sind die stärksten seit dem Krisenjahr 2001. Doch Greenspans Situation war komfortabler. Der "Maestro" konnte nach dem Platzen der Dotcom-Blase mit billigem Geld eine neue Blase aufpumpen: Der Immobilienboom gab vielen US-Bürgern das Gefühl, reicher zu werden, und entsprechend stieg ihre Konsumlust. Diese Möglichkeit hat Bernanke nicht mehr, er kann nur noch Feuerwehrmann sein. "Ohne das Eingreifen Bernankes wäre das US-Bankensystem kollabiert", meint Jochen Felsenheimer, Kreditstratege bei der Unicredit.

Der Fed-Chef fordert eine konzertierte Aktion von Notenbanken und Regierungen. Die Notenbank hat für weitere Zinssenkungen kaum noch Spielraum, sie hat bald ausgereizt. Möglich, dass die Nothilfe der Fed noch zur erhofften Wende in diesem Jahr führt, dann kann sich Bernanke als Retter feiern lassen. Gleichzeitig treiben die starken Zinssenkungen aber die Inflation: Schon jetzt fließt ein Teil des billigen Geldes in die Rohstoffmärkte, sagen Beobachter. Spekulative Investoren, die sich von Aktien, Immobilien und Kreditderivaten verabschiedet haben, wetten jetzt auf steigende Öl- und Rohstoffpreise und tragen so zu einer gefährlichen Hausse bei.

Die US-Notenbank spielt notgedrungen mit hohem Risiko. Sie hat nur noch wenige Karten in der Hand: Zieht sich die Krise bis ins nächste Jahr hin und bleiben die langfristigen Zinsen trotz der starken Leitzinssenkungen auf hohem Niveau, riskiert die Notenbank, dass sie ihren Einfluss auf den Finanzmarkt verliert. Es geht nicht nur darum, eine der schwersten Finanzmarktkrisen der vergangenen Jahrzehnte zu überstehen. Es geht auch um den Ruf der Fed als Retter in der Not.

US-Kongress: Streit um Bürgschaften

US-Kongress: Streit um 500.000 Bürgerschaften

Die Rettungsringe der Fed reichen allein nicht aus, ist die Mehrheit des US-Repräsentantenhauses überzeugt. Die Abgeordneten stimmten in der vergangenen Woche einem weiteren milliardenschweren Rettungsplan zu.

Die für Immobilien zuständige Regierungsbehörde Federal House Administration (FHA) soll staatliche Bürgschaften für bis zu 500.000 Hypothekendarlehen übernehmen. Auf diese Weise sollen Zwangsversteigerungen vermieden und die Häuserpreise stabilisiert werden. US-Präsident Bush hat bereits mit seinem Veto gegen den Plan gedroht.

Für rund eine halbe Million Hausbesitzer und ihre Familien, die mit ihren Hypothekenzahlungen in Schwierigkeiten geraten sind, böte die Bürgschaft des Staates die Chance, in ihren Häusern zu bleiben. Der Gläubiger soll auf einen Teil seiner Forderungen verzichten, im Gegenzug bleiben ihm aufgrund der FHA-Bürgschaft weitere Verlustrisiken erspart.

30 Jahre feste Zinsbindung

Die Kredite sollen auf eine stabilere Basis gestellt werden, indem die Zinsen für die meist variablen Kredite auf 30 Jahre festgeschrieben werden. Der Kreditnehmer zahlt neben diesen Zinsen auch eine Gebühr an die FHA: Steigt die Immobilie über diesen Zeitraum stark an Wert, muss er die staatliche Behörde, die seinen Kredit abgesichert und auf diese Weise die Anschlussfinanzierung sichergestellt hat, an den Gewinnen beteiligen.

Der Plan hat nach Ansicht der Wahlkämpfer Charme. Er funktioniert jedoch nur, wenn sich die Häuserpreise bald stabilisieren. Setzt sich der freie Fall der Immobilienpreise fort, muss am Ende der Steuerzahler für Bürgschaften in Milliardenhöhe aufkommen.

Gläubiger wie Kreditnehmer, die sich während der Immobilienhysterie verspekuliert haben, würden durch die Bürgschaften entlastet, lautete die Kritik einiger Abgeordneter im Repräsentantenhaus. Stattdessen werde das Risiko vom Spekulanten auf den Steuerzahler verlagert: Das Risiko werde nicht kleiner, aber von anderen getragen.

Fannie Mae: Übernahme von Krediten

Fannie Mae: Übernahme von Problemkrediten

Eine ähnliche Strategie führen Investmentbanken im Zusammenspiel mit der größten US-Hypothekenbank Fannie Mae bereits vor. Banken können ihre kompletten, oft problematischen Immobilienportfolios an das staatlich geförderte Institut verkaufen, wenn sie einen Preisabschlag von 15 Prozent akzeptieren.

Auf diese Weise lässt sich das Portfolio bereinigen und das Risiko eines weiteren Wertverfalls ausschalten - eine willkommene Gelegenheit für Kreditinstitute, ihre Bilanzen zu entlasten. Der Käufer Fannie Mae erhält die Immobilienkredite zwar mit einem Discount, zahlt aber drauf, wenn die Preise noch weiter abrutschen.

Gleichzeitig erleichtert Fannie Mae auch die Anschlussfinanzierung für zahlreiche Hypothekendarlehen. Das Institut darf Darlehen anbieten, die den aktuellen Wert der als Sicherheit dienenden Immobilie um bis zu 20 Prozent übersteigen. Auf diese Weise bleiben dem Institut weitere Abschreibungen vorerst erspart, erläutert Daniel Scharpenack, Head of Portfolio Advisory bei CIS Asset Management. Doch gleichzeitig erhöht sich auch die Verlustgefahr.

"Ein Darlehen von 120.000 Dollar auf eine 100.000-Dollar-Immobilie tut besonders weh, wenn der Wert des Hauses auf 80.000 Dollar abrutscht", sagt Scharpenack. Der halbstaatliche Immobilienfinanzierer verschaffe sich selbst Zeit und nehme durch den Aufkauf fremder Portfolios anderen Banken Risiken ab - bei erhöhtem eigenem Risiko.

Banken: Eifriges Verschieben

Banken: Eifriges Verschieben

Inmitten des Kreditpokers haben Investmentbanken ein besonderes Interesse, schwache Blätter weiterzureichen. Jeweils zum Jahresende wird ein Großteil der Gewinne in Form von Boni ausgezahlt - daraus entsteht ein vitales Interesse, dass die Karten immer wieder neu gemischt werden und man auf keinen Fall hinter der Konkurrenz zurückbleibt.

Banken haben bereits viele Milliarden Dollar abgeschrieben und sich frisches Geld besorgt, meist von Staatsfonds aus aufstrebenden Schwellenländern. Darüber hinaus haben Großbanken wie die Citigroup oder die Deutsche Bank offenbar auch Problemkredite in Milliardenhöhe an Finanzinvestoren weitergereicht - dem Vernehmen nach haben die Verkäufer den Käufern den Deal ebenfalls mit finanziert. Auch dies ist keine klassische Entschuldung, sondern eine Weitergabe des Risikos an neue Käufer, die sich ihr Investment mit entsprechenden Prämien versüßen lassen.

Zudem ist der Bestand an unsicheren Positionen, sogenannten Level 3 Assets, bei einigen Investmentbanken deutlich gestiegen. Diese Positionen sind derzeit kaum verkäuflich - da es keinen Marktpreis gibt, kann ihr Wert nur grob geschätzt werden. Goldman Sachs zum Beispiel hat nach Berichten des Finanzdienstleister Bloomberg die Summe der Level 3 Assets von November bis Ende Februar um rund 40 Prozent auf 96 Milliarden Dollar gesteigert.

Damit fallen rund 8 Prozent der Vermögenspositionen der Bank in die Klasse der unsicheren Positionen: Ihr Wert kann je nach Marktentwicklung deutlich höher, aber auch deutlich niedriger ausfallen. Die Ankündigung der US-Börsenaufsicht SEC, sich die Kapital- und Liquiditätsversorgung der Banken genauer anzuschauen, hat kürzlich für Nervosität in der Branche und zu Kursabschlägen bei den großen Playern der Wall Street gesorgt.

Ein weiterer Verfall der Häuserpreise und eine Verschärfung der Kreditkrise im Bereich der Unternehmensanleihen würde die Mehrzahl der Kreditinstitute erneut in schwere Bedrängnis bringen. Umso wichtiger ist es, mit optimistischen Äußerungen das Vertrauen zu stärken und den Eindruck zu erwecken, man habe bereits wieder ein gutes Blatt in der Hand. In der Zwischenzeit wird jede Hilfe von Staat und Notenbanken aufgesogen - der Steuerzahler wird aufgefordert, noch einmal neu zu geben.

Diese Strategie könnte, wieder einmal, aufgehen. Das Problem jedoch ist: Nicht Notenbanken, Regierung und staatliche Kreditversicherer bestimmen das Blatt, sondern vor allem die Daten vom Immobilienmarkt.

Häuserpreise: Nichts geht mehr

Häuserpreise: Nichts geht mehr?

Den Einsatz zu erhöhen, lohnt sich in drei Fällen: a) man hat bereits ein gutes Blatt, b) man glaubt, dass der Gegenspieler nicht sehen will oder c) man ist überzeugt, bereits in der nächsten Runde ein besseres Blatt zu bekommen. Fall a) ist mit Blick auf die aktuelle Situation recht unwahrscheinlich, Fall b) ist Glaubenssache, und Fall c) zeugt von großem Optimismus, wenn man sich die jüngsten Daten vom US-Häusermarkt anschaut.

Der maßgebliche S&P/Case-Shiller-Hauspreisindex ist im Februar erneut um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen. Beunruhigender als die zweistelligen Wertverluste ist die Mitteilung des Case-Shiller-Instituts, dass eine Bodenbildung "noch nicht absehbar" sei.

Besonders in den "Bubble States" Kalifornien, Nevada, Arizona und Florida, wo die Preise jahrelang sehr stark gestiegen waren, seien weitere Rückgänge von 20 Prozent und mehr möglich. Nach einer Studie der Universität Wisconsin müssten die Häuserpreise im Landesdurchschnitt um weitere 10 bis 15 Prozent zurückgehen, bis das durchschnittliche Verhältnis von Hauspreisen und Hauseinnahmen (Miete oder ersparte Miete) wiederhergestellt sei.

Hinzu kommt das aktuelle Überangebot leer stehender, zum Verkauf stehender Häuser. Nach Berechnungen von Standard & Poors liegt das Angebot um rund 1,1 Millionen Häuser über dem langjährigen Durchschnitt. Steigt die Zahl der Zwangsversteigerungen - Demokraten befürchten einen Anstieg auf rund zwei Millionen Zwangsvollstreckungen in diesem Jahr, falls das FHA-Bürgschaftsprogramm tatsächlich durch ein Veto kassiert wird - dürfte das Angebot weiter steigen. Interessenten auf der Käuferseite warten unterdessen ab: Die Preise könnten schließlich weiter fallen.

Dies sind keine guten Nachrichten für die vielen beteiligten Spieler am Tisch. Die jüngste Erholung der Finanzmärkte wirkt wie eine Wette darauf, dass sich das erhöhte Risiko lohnen und das Spiel auch diesmal gut gehen wird. Möglich ist das. Selten verdiente ein Häuserpreisindex so viel Aufmerksamkeit wie heute.

Kreditpoker: Welche Spieler ihr Risiko erhöhen

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