Citigroup Der 400-Milliarden-Dollar-Notverkauf

Die von der Kreditkrise massiv belastete US-Bank Citigroup will sich bis 2011 von Konzernteilen im Wert von rund 400 Milliarden US-Dollar trennen. Das entspricht rund einem Fünftel aller heutigen Vermögenswerte. Auch das Deutschlandgeschäft steht auf dem Prüfstand.

New York - Der Verkauf der nicht länger zum Kerngeschäft zählenden Aktivitäten werde in den nächsten zwei bis drei Jahren erfolgen, gab die Citigroup  am Freitag in New York bekannt.

Der seit fünf Monaten amtierende Konzernchef Vikram Pandit will weitere Details seiner Pläne für den Umbau noch an diesem Freitag vor Investoren in New York verkünden. Auf dem Prüfstand steht bisher auch die zum Konzern gehörende Citibank in Deutschland.

40 Milliarden abgeschrieben

Die Bank hatte in den vergangenen beiden Quartalen schwere Milliardenverluste verzeichnet und streicht derzeit bereits Tausende Stellen. Ihre Abschreibungen und Werteinbußen wegen der Krise addieren sich auf mittlerweile rund 40 Milliarden Dollar (26 Milliarden Euro).

Im Gegenzug verschaffte sich die Bank etwa ebenso viel dringend benötigtes frisches Kapital. Pandit hatte den Chefsessel im Dezember übernommen, nachdem Vorgänger Charles Prince wegen der Probleme zurückgetreten war.

Die Citigroup will im laufenden Jahr trotz der Kreditkrise im operativen Geschäft deutlich zulegen. Die Gesamterträge sollen im Vergleich zu 2007 um neun Prozent wachsen, wie aus den Unterlagen zu einer Investorenkonferenz hervorgeht. Im Kerngeschäft sollen sie sogar um zehn Prozent steigen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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