Airbus Sparprogramm vor Ausweitung

Der Flugzeugbauer Airbus will mit allen Mitteln die Entwicklung des A350 XWB sicherstellen. Die deutschen Werke Augsburg, Nordenham und Varel könnten dem zum Opfer fallen.

Paris - Der Flugzeugbauer Airbus will mit weiteren Einsparmaßnahmen die Entwicklung des Großraumflugzeugs A350 XWB finanzieren. Dies berichtet die französische Finanzzeitung "Les Echos" und beruft sich auf einen Brief des Airbus-Chefs Tom Enders an die Mitarbeiter.

Nach dem gescheiterten Versuch, Werke in Deutschland und Frankreich zu verkaufen, müsse die EADS-Tochter von ihren Mitarbeitern zusätzliche Schritte verlangen, um die Ziele des Sparprogramms Power 8 zu erreichen. Derzeit überlege Airbus die Arbeitszeit zu erhöhen und Arbeit in Länder außerhalb der Euro-Zone zu verlagern.

In einem ersten Schritt würden die französischen Werke Méaulte und Saint Nazaire Ville in einer eigenständigen Tochterfirma gebündelt, um später als Block an einen Partner verkauft werden zu können. Die deutschen Standorte Augsburg, Nordenham und Varel befänden sich in einer Übergangsphase und würden möglicherweise an einen oder mehrere Finanzpartner veräußert, schreibe Enders in dem Brief.

In dieser Übergangsphase müsse Airbus die Mittel für die Entwicklung des A350 XWB sicherstellen. Das Flugzeug soll 2013 starten. Um die Entwicklung finanziell zu stemmen, würde dieselbe Effizienz von den betroffenen Werken erwartet, wie sie die neuen Partner garantiert hätten.

manager-magazin.de mit Matrial von dpa-afx

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