Bosch Wachstumsmotor Asien

Der Konzern Bosch peilt für das Jahr 2008 ein Umsatzplus von 5 Prozent an. Das Wachstum des weltgrößten Autozulieferers mit seinen 270.000 Mitarbeitern soll vor allem in der Region Asien stattfinden. Akquisitionen sind geplant.

Stuttgart - Es bestehe trotz aller Konjunkturängste Grund zur Zuversicht, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach am Donnerstag. Er erwarte für die Bosch-Gruppe eine gute Geschäftsentwicklung in den nächsten Monaten. Für das abgelaufene Geschäftsjahr zog Fehrenbach eine positive Bilanz: "Wir haben unsere Umsatz- und Ergebnisziele voll erreicht. Die Ausrichtung der Bosch-Gruppe stimmt."

2007 hatte Bosch seine Erlöse um 6 Prozent auf 46,3 Milliarden gesteigert. Das Vorsteuerergebnis legte von 3,1 Milliarden auf 3,8 Milliarden Euro zu und der Gewinn nach Steuern wuchs von 2,2 Milliarden auf 2,8 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter stieg weltweit um etwa 10.000 auf rund 271.300, in Deutschland von 110.500 auf 112.300.

Fehrenbach kündigte einen deutlichen Ausbau des Auslandsgeschäftes an: "Bis 2015 wollen wir gut die Hälfte unseres Umsatzes außerhalb Europas realisieren." Trotz der aktuellen Probleme der US-Wirtschaft setze Bosch langfristig auf den amerikanischen Markt. Zugpferd werde jedoch Asien sein. In der Region wolle der Autozulieferer und Elektrokonzern den Umsatz bis 2015 verdreifachen und bis 2010 nahezu 1,9 Milliarden Euro investieren.

Zudem kündigte Fehrenbach Akquisitionen an. Für Zukäufe stünden ausreichend Mittel zur Verfügung, um auch deutlich höhere Summen auszugeben. "Wir werden weiterhin alle Wachstumschancen in der Kraftfahrzeugtechnik voll wahrnehmen, doch überdurchschnittlich bei Gebrauchsgütern, Gebäude- und Industrietechnik zulegen", sagte der Bosch-Chef. Der Konzern wolle sich zudem zunehmend in der Umwelt- und Ressourcenschonung engagieren.

manager-magazin.de mit Material von dpa, ddp

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