Autoservice VW plant eigene Werkstattkette

Der Volkswagen-Konzern baut eine freie Servicekette für ältere Autos auf. Die Werkstätten unter dem Namen Stop+Go sollen Wachstum in der Servicesparte bringen. Den VW-Vertragshändlern will der Konzern keine Konkurrenz machen, dafür aber ATU und Pit-Stop.

Hamburg - Volkswagen  tritt mit einer markenunabhängigen Werkstattkette gegen die freien Serviceketten ATU und Pit-Stop an. Nach einer Pilotphase mit sechs Berliner Betrieben sei die bundesweite Ausweitung des Konzepts beschlossen worden, teilte der Wolfsburger Autobauer am Dienstag mit.

In den kommenden Jahren sollen unter dem Namen Stop+Go in Ballungszentren jährlich mehr als 20 Filialen und Franchisebetriebe hinzukommen. In den 1990er Jahren hatte Volkswagen bereits unter gleichem Namen eine Werkstattkette initiiert, von der derzeit noch mehr als 60 Betriebe existieren. Diese Werkstätten würden zurzeit daraufhin überprüft, ob sie in das überarbeitete Konzept passten, sagte ein Volkswagen-Sprecher.

Mit der neuen Kette zielt Volkswagen mit günstigen Reparaturleistungen auf die Kundschaft mit Autos, die acht Jahre und älter sind. Auch Besitzer von Wagen anderer Hersteller sollen ihre Fahrzeuge in den Stop+Go-Werkstätten reparieren lassen können. Angeboten werden sollen neben Reparaturen auch Zubehör, Reifen und Pflegeprodukte. "Die Pilotphase hat gezeigt, dass wir damit deutlich Potenzial auf dem freien Servicemarkt schöpfen und Marktanteile gewinnen können", sagte Peter Porbeck, Leiter Service im Volkswagen-Konzern.

Den VW-Vertragswerkstätten soll die neue Kette nicht ins Gehege kommen, da sich deren Angebot überwiegend an Besitzer jüngerer Fahrzeuge richte. Gesteuert wird der Aufbau der Billigkette von der Stop+Go Systemzentrale GmbH mit Sitz im westfälischen Unna. An die Spitze des Konkurrenten ATU Auto Teile Unger war im Frühjahr Volkswagen-Vertriebschef Michael Kern gewechselt.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

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