Daimler Absatz steigt um ein Fünftel

Der Daimler-Konzern hat im April seinen Autoabsatz um 22 Prozent steigern können. Selbst auf dem deutschen Markt verkaufen sich die Autos mit dem Stern wieder besser. Wettbewerber Audi dagegen hofft auf die zweite Jahreshälfte.

Stuttgart - Pkw aus dem Hause Daimler sind weltweit so gefragt wie nie zuvor. Im April lieferte der Stuttgarter Konzern weltweit 119.000 Autos aus und verkaufte damit 22 Prozent mehr Mercedes-Benz, Smart, Maybach und AMG als im April 2007. In den ersten vier Monaten des Jahres seien weltweit 437.700 Pkw Autos in Kundenhand übergeben worden, 14 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte Daimler am Dienstag mit.

Das Gros der Verkäufe entfällt auf die Marke Mercedes-Benz, aber auch das überarbeitete Modell des zweisitzigen Stadtwagens Smart verkauft sich so gut wie nie. Seit Jahresbeginn ist der bis dahin vor allem in Europa verkaufte Smart auch in den USA erhältlich. Mitte 2009 will sich Daimler mit der lange Verluste schreibenden Marke auf den boomenden chinesischen Automarkt vorwagen.

Wie der Konkurrent Audi profitiert Daimler derzeit von der Modellpflege eines Verkaufsschlagers. Von den neuen Limousinen und Kombis der Mittelklasse-Baureihe C-Klasse verkaufte Daimler im April 35.600 Stück, fast 90 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei Audi soll die neue Modellgeneration des Mittelklassewagens A4 dazu beitragen, die in diesem Jahr anvisierte Marke von einer Million verkaufter Autos zu knacken. Der Ingolstädter Autobauer hat im April seinen weltweiten Absatz um knapp 3 Prozent auf 86.700 Fahrzeuge gesteigert. Erneut brachten vor allem Asien und Osteuropa das stärkste Wachstum.

Die Markengruppe Mercedes-Benz will 2008 den Rekord des Vorjahres von 1,29 Millionen ausgelieferten Pkw überbieten. Vor dem für die Jahresmitte geplanten Modellwechsel bei der A- und B-Klasse fanden auch diese kompakten Mercedes-Baureihen mehr Anklang bei den Kunden. Auf dem deutschen Markt gelang Mercedes nach dem Rückschlag im März die Trendwende. Im April wurden in Deutschland 31.700 Pkw mit dem Stern auf der Motorhaube ausgeliefert, 46 Prozent mehr als vor einem Jahr. Beliebt war auf dem für Daimler wichtigsten Markt unter anderem die Luxuslimousine S-Klasse.

Wermutstropfen in der Verkaufsbilanz für April ist der schleppende Absatz der Marke Mercedes-Benz in den USA. Auf dem hart umkämpften Markt lieferte Mercedes im vergangenen Monat nur 20.300 Pkw aus, drei Prozent weniger als im April 2007. Die Gebrauchtwagenverkäufe schnellten in den USA im April um fast 80 Prozent auf rund 7300 Autos nach oben.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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