Adidas Mit Gewinnsprung ins Jahr 2008

Der Sportausrüster Adidas hat seinen Gewinn im ersten Quartal unerwartet deutlich gesteigert. Der Überschuss stieg um 32 Prozent auf 169 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr hofft der Konzern dank Fußball-EM und Olympia auf noch mehr Wachstum.

Herzogenaurach - Das Betriebsergebnis (Ebit) legte im ersten Quartal um 23 Prozent auf 282 Millionen Euro zu, wie Adidas  am Dienstag mitteilte. Der Umsatz kletterte trotz der Rückgänge bei der Tochter Reebok um 3 Prozent auf 2,621 Milliarden Euro. Damit übertraf Adidas die Schätzungen von Analysten. Sie hatten mit einem Überschuss von durchschnittlich 157 Millionen Euro gerechnet. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern.

"Als Gruppe stehen wir so gut da wie noch nie. Insbesondere unsere Profitabilität hat sich verbessert", sagte Vorstandschef Herbert Hainer. Wachstumstreiber im Quartal war vor allem die gleichnamige Stammmarke Adidas aber auch TaylorMade-Adidas Golf, die beim Umsatz um 8 und 6 Prozent zulegen konnten. Die vom schwierigen Geschäft in den USA beeinträchtigte Tochter Reebok verbuchte hingegen einen Umsatzrückgang von 13 Prozent in den ersten drei Monaten. Währungsbereinigt belief sich das Minus auf 6 Prozent.

Die Bruttomarge erreichte im Quartal laut Adidas ein Rekordniveau, was der Konzern mit einem verbesserten Produktmix, dem stärkeren eigenen Einzelhandel und günstigen Währungseffekten erklärte. Kostensynergien durch die Reebok-Übernahme wirkten sich ebenfalls positiv aus.

Die von Analysten viel beachteten Auftragsbestände legten bei der Marke Adidas währungsbereinigt um 13 Prozent zu. Stark waren dabei die Regionen Europa und Asien. Bei Reebok gingen die Bestellungen währungsbereinigt um 13 Prozent zurück.

Für das Gesamtjahr bestätigte Adidas seine Prognose. Der Konzernumsatz soll dank der Fußball-EM und der Olympischen Spiele in China währungsbereinigt im hohen einstelligen Bereich wachsen. Für den Überschuss peilt Adidas im laufenden Jahr ein Wachstum von mindestens 15 Prozent gegenüber den 2007 erzielten 551 Millionen Euro an.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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