Mittwoch, 24. Juli 2019

UBS Weiterer Personalabbau droht

Im Zuge der Kreditkrise werden die Schweizer UBS und die britische RBS insgesamt rund 15.000 Stellen abbauen, berichten Zeitungen. Damit dürften beide Großbanken aber noch längst nicht über den Berg sein.

Zürich/London - Die von der US-Kreditkrise gebeutelte Schweizer Großbank UBS Börsen-Chart zeigen will rund 8000 Stellen abbauen. Dies werde am 6. Mai bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das erste Quartal 2008 bekanntgegeben, schreibt Schweizer Zeitung "Sonntag".

UBS-Gebäude in Lausanne: Quartalsbilanz am 6. Mai
Mit 3000 Stellen seien zunächst Bankenplätze in den USA und in Westeuropa betroffen. Beschlossen sei aber auch ein weiterer Abbau von 5000 Stellen. Diese Welle sei für die Zeit nach den Sommerferien geplant und solle vor allem die Mitarbeiter in der Verwaltung treffen.

Ein UBS-Sprecher bestätigte die Zahlen nicht, sagte aber, dass es etwa bei der Investmentbank Kapazitätsanpassungen geben werde und durch Nichtbesetzung freiwerdender Stellen in einem Jahr weniger Leute beschäftigt würden als derzeit. Die zusammen rund 8000 Stellen entsprechen knapp zehn Prozent des Personalbestandes Ende 2007.

Auch RBS offenbar mit Sparplänen

Nach Rekordabschreibungen und der Übernahme der niederländischen Bank ABN Amro Börsen-Chart zeigen baut auch die zweitgrößte britische Bank Royal Bank of Scotland Börsen-Chart zeigen 7000 Stellen ab. Die Mitarbeiter würden noch diese Woche angeschrieben und zu Interviews aufgefordert, berichtet die "Financial Times" am Montag. Die Stellen würden im Investmentbanking abgebaut, nachdem RBS unter Druck komme, sich finanziell wieder besser zu positionieren.

Vergangene Woche hatte RBS eine Kapitalerhöhung von zwölf Milliarden Pfund (15 Milliarden Euro) und weitere Abschreibungen im Zuge der Kreditkrise von 5,9 Milliarden Pfund angekündigt. Die Schotten hatten ABN Amro im vergangenen Oktober für 71 Milliarden Euro übernommen. Das fusionierte Unternehmen beschäftigt 28.000 Mitarbeiter. Die Investmentbank J.P. Morgan hatte zuletzt vorausgesagt, dass wegen der US-Immobilienkrise am Finanzplatz London - dem wichtigsten Europas - in diesem Jahr insgesamt rund 40.000 Jobs gestrichen werden könnten.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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