American Water RWE plant Börsengang noch für April

Der Versorger RWE will den Börsengang seiner US-Tochter American Water noch in diesem Monat über die Bühne bringen - trotz Börsenkrise. Das Nettoergebnis soll zudem um mehr als 10 Prozent steigen, wie RWE-Chef Jürgen Großmann während der Hauptversammlung bekräftigte.

Essen - "Das Börsenumfeld für ein defensives Geschäftsmodell - wie das von American Water - hat sich zwischenzeitlich etwas verbessert", sagte Vorstandschef Jürgen Großmann am Donnerstag während der Hauptversammlung in Essen. Derzeit liefen die Gespräche mit möglichen Investoren.

Das Unternehmen will in einem ersten Schritt bis zu 46 Prozent von American Water an die Börse bringen und dabei laut Börsenprospekt rund 2 Milliarden US-Dollar einnehmen. RWE  halte daran fest, im Jahresverlauf die Mehrheit an dem Unternehmen abzugeben, sagte Großmann. Den Erlös will der Versorger in Form einer höheren Dividende an seine Aktionäre ausschütten.

RWE hatte im vergangenen November den Börsengang seiner US-Tochter wegen des schwachen Kapitalmarkts auf dieses Jahr verschoben. Den Erlös wollte RWE nach damaligen Angaben an die Aktionäre ausschütten. Mit dem Verkauf von American Water will der Konzern die Fokussierung auf das Kerngeschäft abschließen. Zuvor hatte sich RWE bereits von Thames Water getrennt.

Sonderdividende geplant

RWE will im laufenden Geschäftsjahr zudem beim Nettoergebnis um mehr als 10 Prozent zulegen, kündigte Großmann an. Im Vorjahr war das Nettoergebnis um 31 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zurückgegangen. Hintergrund waren nach Unternehmensangaben Sondereffekte im Jahr 2006.

Großmann hat bis zum Jahr 2012 ein durchschnittliches Wachstum beim betrieblichen Ergebnis von fünf Prozent im Jahr angekündigt. Das nachhaltige Nettoergebnis solle pro Jahr um fünf bis zehn Prozent verbessert werden. Auf dieser Basis plane das Unternehmen weiterhin eine reguläre Ausschüttungsquote von 50 bis 60 Prozent.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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