Weserbank Insolvenzverfahren eröffnet

Nach der Schließung der Weserbank durch die Bankenaufsicht BaFin hat das Amtsgericht Bremerhaven am Mittwoch das Insolvenzverfahren eröffnet. Das Geld der Kunden ist durch den Einlagensicherungsfonds geschützt.

Bremerhaven - "Ich habe das Insolvenzverfahren eröffnet, nachdem die Ermittlungen ergeben haben, dass die Weserbank AG überschuldet, jedoch eine die Kosten des Verfahrens deckende Masse vorhanden ist", sagte der Präsident des Amtsgerichtes, Uwe Lissau. Nach seinen Angaben wurde der Hamburger Rechtsanwalt Klaus Pannen zum Insolvenzverwalter bestellt.

Die BaFin hatte die Schließung der Weserbank AG, die in Bremerhaven und Frankfurt am Main 26 Mitarbeiter hat, in der vergangenen Woche veranlasst. Die Verbindlichkeiten sollen bei knapp 25 Millionen Euro liegen.

Erstmals seit Beginn der Finanzmarktkrise war eine Bank in Deutschland geschlossen worden. Nach Angaben der BaFin war das kleine, fast 100 Jahre alte Institut nicht mehr in der Lage, die laufenden Kosten zu decken. Die meisten der 2800 Kunden müssen voraussichtlich nicht um ihr Geld fürchten. Bei jedem Weserbank-Kunden ist Geld bis zu 20.000 Euro gesetzlich geschützt.

Zusätzlich gehört die Bank dem Einlagensicherungsfonds der Privatbanken an. Darin sind nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Banken (BdB) Einlagen bis zur Sicherungsgrenze von rund 1,83 Millionen Euro je Kunde geschützt.

"Mit der Insolvenzeröffnung erfolgt die Feststellung des Entschädigungsfalls durch die BaFin. Damit sind die Voraussetzungen für die Einlegerentschädigung gegeben", sagte Pannen.

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