Sachsen Bank Freistaat wird belastet

Die Krise der Sachsen Bank, die bis vor kurzem noch SachsenLB hieß, wird nach Einschätzung des neuen Mutterkonzerns LBBW den Freistaat Sachsen noch mindestens einige hundert Millionen Euro kosten.

Frankfurt am Main - Der Chef der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Siegfried Jaschinski, rechnet mit einer Inanspruchnahme der vom Freistaat Sachsen abgegebenen Garantie für Verluste von dessen ehemaliger Landesbank.

"Das halten wir durchaus für wahrscheinlich", sagte Jaschinski der "Börsen-Zeitung" in einem am Samstag veröffentlichten Interview. Selbst im besten Fall summierten sich die Ausfälle bei der SachsenLB auf "wohl einige hundert Millionen Euro", sagte der LBBW-Chef. "Im schlimmsten Fall rechnen wir mit 1,2 Milliarden Euro Ausfällen."

Der Freistaat Sachsen hatte im Dezember mit der LBBW die Übernahme seiner angeschlagenen Landesbank vereinbart. Im Gegenzug versprach das Land eine Garantie von 2,75 Milliarden Euro für mögliche Verluste der SachsenLB.

Bisher sei diese Garantie nicht angetastet worden, sagte Jaschinski der Zeitung. Die SachsenLB, die seit dem 1. April innerhalb des LBBW-Konzerns als Sachsen Bank firmiert, war wegen riskanter Geschäfte mit verbrieften Kreditprodukten in den Strudel der US-Hypothekenkrise geraten.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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