UBS "Investmentbanking halten"

Der designierte Präsident des UBS-Verwaltungsrates, Peter Kurer, will der Forderung nach Auslagerung des Investmentbankings bei der angeschlagenen Schweizer Großbank nicht nachgeben.

Zürich - Es gebe bedeutende Synergien zwischen Investment Banking und Vermögensverwaltung, sagte Peter Kurer in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" (Samstagausgabe).

Viele vermögende Kunden nutzten auch Dienstleistungen und Produkte der durch die Kreditkrise angeschlagenen Investmentbank. "Ohne Investmentbank hätte die UBS  nicht die gleiche Bedeutung, was längerfristig auch für den Finanzplatz Schweiz negativ wäre", sagte Kurer.

Der bisherige UBS-Chefjurist will die Investmentbank künftig nicht mehr mit Geld aus dem Vermögensverwaltungsgeschäft quersubventionieren. Die Investmentbank müsse ihre Kapitalbedürfnisse selber erwirtschaften. Sie hatte sich mit Ramschhypotheken in den USA verspekuliert. Deshalb mussten bislang 40 Milliarden Franken abgeschrieben werden.

Kurer, der bei der UBS-Generalversammlung am 23. April Nachfolger von UBS-Chef Marcel Ospel werden soll, will in Folge der Kreditkrise die Organisation der Großbank umkrempeln. Er schlägt vor, das dreiköpfige Präsidium (Chairmans Office), die eigentliche Machtzentrale unter dem bisherigen Vorsitz Ospels abzuschaffen.

Kurer will diese Ebene zwischen dem Verwaltungsrat und der Konzernleitung durch einen Strategie- und einen Risikoausschuss mit sowohl internen als auch externen, neutralen Verwaltungsräten ersetzen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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