Sozialversicherungen Milliardenüberschuss

Während die großen Bankkonzerne Milliardensummen abschreiben, hat sich in den deutschen Sozialkassen im vergangenen Jahr ein Überschuss von neun Milliarden Euro angesammelt. Nur ein Teil davon ist allerdings tatsächlich der wirtschaftlichen Entwicklung geschuldet.

Wiesbaden - Die gesetzliche Sozialversicherung hat 2007 mit einem Überschuss von neun Milliarden Euro abgeschlossen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, blieben bei der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, der Alterssicherung für Landwirte sowie der Bundesagentur für Arbeit die Ausgaben mit 467,2 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr (467 Milliarden Euro) nahezu unverändert.

Die Einnahmen waren dagegen mit 476,3 Milliarden Euro rückläufig (-2,3 Prozent), vornehmlich bedingt durch die zu Beginn des Jahres 2006 eingeführte Änderung des Beitragseinzugsverfahrens. Dies führte dazu, dass 2006 einmalig ein zusätzlicher Monatsbeitrag zu verbuchen und daher eine außerordentliche Erhöhung der Einnahmen zu verzeichnen war. Deshalb ist der Überschuss des Jahres 2007 auch nur eingeschränkt mit dem Überschuss im Vorjahr (20,5 Milliarden Euro) vergleichbar.

Die Bundesagentur für Arbeit trug zu dem Überschuss mit 6,6 Milliarden Euro bei. Weil die Beschäftigtenzahl zugenommen hat, stehen höhere Einnahmen geringeren Ausgaben gegenüber. So ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 26,354 Millionen im Juni 2006 auf 26,854 Millionen im Juni 2007 gestiegen.

manager-magazin.de mit Material von ap

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