Air Berlin Vatas steigt aus

Der größte Air-Berlin-Einzelaktionär Vatas hat alle Anteile an der Fluggesellschaft nach wenigen Monaten wieder verkauft. Die Beteiligungsgesellschaft hatte knapp 19 Prozent an Air Berlin gehalten. Möglicher Käufer sei ein "institutioneller Investor".

Frankfurt am Main - Aktien von Air Berlin  sind am Freitag um 7,78 Prozent auf 7,90 Euro angesprungen. Die Investmentgesellschaft Vatas hat ihre Beteiligung an der Fluggesellschaft verkauft.

Die Vatas-Tochter Haarlem One - über die die Aktien gehalten wurde - habe ihren 18,56-prozentigen Anteil veräußert, teilte Air Berlin mit. Möglicher Käufer sei ein "institutioneller Investor". Nähere Angaben wurden nicht gemacht.

Einem Börsianer zufolge sorgt dies für Fantasie: "Man weiß ja weder, wer der Investor ist noch was er vorhat, das eröffnet Spielraum für Spekulationen." Zudem habe sich die Sorge vor einem Abverkauf der Position am Markt als unbegründet erwiesen.

Vatas, die vom Londoner Investor Robert Hersov kontrolliert wird, hatte sich erst Anfang Januar bei Air Berlin eingekauft und war auf einen Schlag zum größten Einzelaktionär geworden.

Einer der Geschäftsführer von Vatas ist der einstige Vorzeigeunternehmer Lars Windhorst. Erst Anfang der Woche hatte Vatas auch seine Anteile an dem Telekommunikationsunternehmen Freenet  abgegeben. Dort war Vatas zweitgrößter Aktionär.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx, ddp, reuters

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