Code "Chiemsee" Chinesen wollen Dresdner Bank kaufen

Für das Investmentbanking und die Großkundensparte der Dresdner Bank interessiert sich ein Geldhaus aus China. Das Projekt wird bei der Dresdner-Bank-Mutter Allianz nach Informationen von manager magazin unter dem Codewort "Chiemsee" geführt.
Von Dietmar Palan und Ulric Papendick

Hamburg - Die Asiaten haben der Allianz  bereits ein schriftliches Angebot zukommen lassen. Dies berichtet das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe, die ab Freitag (28. März) am Kiosk erhältlich ist.

Die Pläne des Versicherungskonzerns, die Frankfurter Banktochter zu verkaufen, tragen Allianz-intern die Decknamen "Brasilien" und "Chiemsee". Hinter dem Codewort "Brasilien" verbirgt sich das Vorhaben, das Privatkundengeschäft der Dresdner Bank in eine gemeinsame Einheit mit der Postbank  einzubringen. Ein solches Institut würde auf rund 10 Prozent Marktanteil am deutschen Privatkundengeschäft kommen.

"Chiemsee" steht für den Verkauf des Investmentbankings einschließlich des Geschäfts mit großen Firmenkunden. Für diesen Teil der Bank, dessen Trennung vom Privatkundengeschäft Mitte März dieses Jahres beschlossen wurde, interessiert sich ein Geldinstitut aus China. Die Banker aus Fernost haben der Allianz bereits ein Angebot zukommen lassen, obwohl sie die Bücher der Dresdner Bank noch nicht einsehen konnten.

Die Allianz ist offenbar fest entschlossen, sich mittelfristig von der Dresdner Bank zu trennen. Für den Fall, dass "Brasilien" und "Chiemsee" scheitern, haben die Versicherungsmanager deshalb einen Plan B entwickelt. Dieser sieht vor, die Dresdner Bank in ein Bündnis mit der Commerzbank  einzubringen.

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