Mittwoch, 21. August 2019

Vertrauensranking Stellenabbau - na und?

BMW streicht mehr als 8000 Stellen, doch die Empörung währte nur kurz. Wenn der bayerische Autobauer am Dienstag seine Jahresbilanz vorlegt, stehen andere Probleme im Vordergrund: US-Rezessionsgefahr, Dollarschwäche, Ölpreisrekord. Allen Schwierigkeiten zum Trotz bleibt BMW Inbegriff für Fachkompetenz. Das zeigt das Vertrauensranking CTI.

Leipzig - Lustreisen bei Volkswagen Börsen-Chart zeigen, Chrysler-Debakel bei Daimler: Das Image der größten deutschen Autobauer hat in den vergangenen Jahren Schaden genommen. Der Konkurrent aus München hingegen präsentierte sich meist als Strahle- und Saubermann: BMW Börsen-Chart zeigen brillierte mit Rekordgewinnen, zahlreichen neuen Modellen und einem sportlichen Image. Die desaströse Übernahme der britischen Rover-Gruppe? Längst Geschichte.

BMW belegte seit April 2007 meist den ersten Platz im Corporate Trust Index (CTI) von PMG Presse-Monitor und der Universität Leipzig. Doch dann drohte der Einschnitt: 8100 Arbeitsplätze will BMW abbauen, davon 7500 in Deutschland. Und das, obwohl die wenige Tage später veröffentlichte Bilanz des Autobauers gut ausgefallen ist.

Damit wird auch der Münchener Autokonzern in die Reihe der großen Deutschen Konzerne wie Henkel Börsen-Chart zeigen und Siemens Börsen-Chart zeigen gestellt, die trotz gesunder Umsätze und satter Gewinne am eigenen Personal sparen. Die entsprechende Meldung vom 28. Februar sorgte dann auch für einen - wenn auch geringen - Einbruch in der Vertrauensbewertung: BMW rutscht von Platz eins auf Platz vier des Corporate Trust Index (CTI) ab. Der CTI analysiert die Medienberichterstattung über Dax-Konzerne in 13 meinungsführenden Medien hinsichtlich sogenannter Vertrauensfaktoren (siehe Methode)

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