Donnerstag, 17. Oktober 2019

Energie Wer kauft das Netz?

Der Stromversorger Eon denkt darüber nach, sein Hochspannungsnetz zu verkaufen. Doch der Staat solle nicht einsteigen, warnt Matthias Kurth von der Bundesnetzagentur.

Bonn - Der Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, hat sich gegen den Einstieg des Staates beim Hochspannungsnetz für Strom ausgesprochen. "Der Ruf nach dem Staat ist nicht notwendig", sagte Kurth der "Financial Times Deutschland" .

Das Stromnetz: Eine Fundgrube für Investoren - oder soll der Staat einsteigen?
"Wir können die Balance zwischen den Notwendigkeiten einer sicheren Stromversorgung, den notwendigen Investitionen und dem Einsatz von privatem Kapital halten. Dafür brauchen wir keine Verstaatlichung." Die Erfahrungen im Telekommunikationsbereich zeigten, dass privates Kapital helfen könne, die Effizienz zu erhöhen.

Der Energiekonzern Eon Börsen-Chart zeigen hatte in der vergangenen Woche überraschend den Verkauf seines Hochspannungs-Stromnetzes in Deutschland angekündigt. "Die gesetzlichen Vorschriften und unsere Regulierung werden sicherstellen, dass die Stromversorgung auch bei einem Eigentümerwechsel des Netzes sicher bleibt", sagte Kurth mit Blick auf private Netzkäufer.

"Wir werden dem Investor sehr genau erklären, was seine Pflichten und seine Rechte sein werden. Ich gehe davon aus, dass es ein seriöser Investor sein wird, der seine Verpflichtungen einhalten wird", betonte Kurth.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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