Strommarkt EWE sucht Geldgeber

Die Eigentümer der norddeutschen EWE wollen den Regionalversorger durch eine Beteiligung eines finanzkräftigen Partners stärken. Gute Chancen hat offenbar Gaz de France.

Frankfurt am Main - "Wir haben im vergangenen Jahr mit vielen Unternehmen in Europa Möglichkeiten einer Kooperation erörtert. Jetzt prüfen wir in der engeren Auswahl die Möglichkeiten einer kapitalmäßig unterlegten Zusammenarbeit", zitierte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montagausgabe) einen EWE-Sprecher. Daher haben die kommunalen Eigentümer dem Bericht zufolge die Investmentbank Goldman Sachs  mit der Versteigerung einer Beteiligung von bis zu 30 Prozent nebst Option auf eine Aktienmehrheit beauftragt.

Große Chancen würden Gaz de France  eingeräumt. Angeblich gebe es daneben fünf interessierte Bieter, darunter die Essener RWE  und EnBW . Den Wert der ersten Tranche belaufe sich auf zwei bis drei Milliarden Euro. Für die EWE-Eigentümer gehe es nicht allein um einen hohen Verkaufserlös. Sie suchten einen Partner, der ihr Unternehmen langfristig mit Energie beliefert und gegebenenfalls neue Kraftwerke baue.

In der Vergangenheit wird immer wieder über einen Einstieg eines Großkonzerns bei EWE spekuliert. Das Unternehmen sieht sich zwar als fünftgrößter Energieanbieter Deutschlands, allerdings fehlen der Gesellschaft die nötigen Mittel, um selbst eine Stromproduktion aufzubauen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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