AOK Einsparungen in Milliardenhöhe bis Ende 2009

Die Allgemeinen Ortskrankenkassen, besser bekannt als AOK, wollen mit Rabattverträgen bis zu einer Milliarde Euro einsparen - und das bis Ende 2009. Allerdings müssen einige dieser Verträge noch von Gerichten überprüft werden.

Berlin - Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) wollen bis Ende 2009 insgesamt bis zu 1 Milliarde Euro durch Rabattverträge mit Herstellern von günstigen Arzneimitteln sparen. Das sagte Hans Jürgen Ahrens, Vorsitzender des AOK-Bundesverbandes, der "Welt". Die seit Jahresbeginn geltenden Rabattverträge für 22 Wirkstoffe von 30 Herstellern brächten voraussichtlich 175 Euro Einsparungen. Derzeit liegen noch 60 Verträge wegen ausstehender Gerichtsentscheidungen auf Eis.

Branchenführer wie Ratiopharm, Hexal und Stada  zählen zu den betroffenen Herstellern. Millionen AOK-Versicherte bekommen bei entsprechenden Verordnungen in der Apotheke nur noch Mittel der Firma, für die die Rabatte ausgehandelt sind. Der Wirkstoff bleibe gleich, versicherte Ahrens. Die Versicherten können dafür Zuzahlungen sparen. Bei den Allgemeinen Ortskrankenkasse sind 36 Prozent aller Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen versichert.

Kassen können seit 2003 Rabattverträge mit Pharma-Unternehmen über Generika - Nachahmerpräparate - aushandeln, die es auf dem Markt auch von anderen Herstellern gibt. Durch die Gesundheitsreform 2007 wurde die Umsetzung der Verträge erleichtert.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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