Daimler/Audi Jahresstart mit Absatzplus

Daimler und Audi konnten ihre Verkaufszahlen im Januar steigern. Während der Stuttgarter Autobauer Zuwächse in allen Regionen vermeldet, stagnierte der US-Absatz der Ingolstädter. Der schwedische Konkurrent Scania vermeldete unterdessen einen Rekordgewinn. Auch Volvo legte Zahlen vor.

Stuttgart/Ingolstadt/Göteborg - Der Autohersteller Daimler  hat im Januar weltweit 16 Prozent mehr Pkw seiner Markengruppe Mercedes-Benz Cars verkauft als ein Jahr zuvor. Der Konzern teilte am Mittwoch in Stuttgart mit, von den Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach seien im vergangenen Monat 90.400 Fahrzeuge weltweit ausgeliefert worden. Auf die Marke Mercedes-Benz allein entfielen 82.300 Autos, 12 Prozent mehr als im Januar 2006.

In allen Verkaufsregionen weltweit seien Zuwächse verzeichnet worden, teilte Daimler mit. Vom Kleinwagen Smart, der seit Januar auch in den USA verkauft wird, wurden im Januar 8000 (Vorjahresmonat: 3400) Fahrzeuge ausgeliefert.

Auch die VW-Tochter Audi  ist mit einem Absatzplus ins Jahr gestartet. Weltweit seien im Januar 78.700 Autos an die Kunden ausgeliefert worden und damit 4,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, teilte Audi am Mittwoch in Ingolstadt mit. Auf dem schwierigen deutschen Markt verbuchte die VW-Tochter dabei ein kleines Plus um 0,5 Prozent auf 14.117 ausgelieferte Fahrzeuge. Audi- Vertriebsvorstand Ralph Weyler sprach von einem guten Start ins Jahr 2008. Neue Modelle wie der gerade angelaufene Audi A3 Cabriolet und der neue RS6 Avant versprächen in den kommenden Monaten eine weitere Nachfrage.

Europaweit setzte Audi im Januar 54.800 Automobile ab und damit 2,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In Amerika stiegen die Verkäufe leicht um 1,1 Prozent auf 8100 Fahrzeuge. Dabei stagnierte der US-Absatz in etwa: Dort wurden im Januar 6418 Automobile ausgeliefert, nach 6399 Fahrzeugen im Vorjahresmonat.

Einen Schub gab es dagegen in der Region Asien-Pazifik, wo der Absatz um 23,1 Prozent auf rund 13.300 Automobile kletterte. Zulegen konnte Audi vor allem in China inklusive Hongkong. Dort stiegen die Auslieferungen um ein Viertel auf 10.579 Autos. Auch in Osteuropa wuchs der Audi-Absatz kräftig um 17,3 Prozent auf rund 3600 Fahrzeuge.

Scania fährt Rekordgewinne ein

Scania fährt mit Lastwagen Rekordgewinne ein

Darüber hinaus hat auch der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo  erfolgreiche Quartalszahlen zu vermelden. Das Unternehmen hat das vergangene Jahr mit einem Rekordquartal abgeschlossen. Wie der weltweit zweitgrößte Produzent von Lastwagen nach Daimler am Mittwoch in Göteborg mitteilte, stieg der Reingewinn im vierten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 11 Prozent auf 4,1 Milliarden Kronen (434 Millionen Euro). Beim Umsatz legte Volvo um 25 Prozent auf 84,6 Milliarden Kronen zu. Im gesamten Jahr sank allerdings der Nettogewinn um acht Prozent auf 15 Milliarden Kronen.

Am Vortag hatte der deutsche Konkurrent MAN  Rekordzahlen für das vergangene Jahr gemeldet. Volvo-Konzernchef Leif Johansson erklärte, dass sein Unternehmen für 2008 ein anhaltend starkes Wachstum erwarte. Volvo verkaufte im vergangenen Jahr 236 356 Lkw und damit 7 Prozent mehr als 2006. Der Jahresumsatz stieg um 10 Prozent auf 285 Milliarden Kronen.

Wie der deutsche Konkurrent MAN hat auch der schwedische Scania-Konzern  2007 mit dem Verkauf von Lastwagen Rekordgewinne eingefahren. Wie das als Partner von MAN und Volkswagen umworbene Unternehmen am Mittwoch in Stockholm mitteilte, stieg der Nettogewinn im vergangenen Jahr um 44 Prozent auf 8,5 Milliarden Kronen (903 Millionen Euro). Beim Umsatz legte Scania um 19 Prozent auf 84,5 Milliarden Kronen zu.

Sowohl MAN wie VW hatten vor der Bilanzveröffentlichung von Scania signalisiert, dass sie keinen Grund zur Eile bei einem möglichen Zusammengehen aller drei Unternehmen beim Lkw-Geschäft sehen. Scanias Konzernchef Leif Östling teilte mit, dass sein Unternehmen im letzten Jahr die Rekordzahl von 82.000 Lastwagen und Bussen verkauft hat. Man strebe bei weiter ungeschwächter Nachfrage einen Ausbau der Kapazitäten bis Ende 2009 auf 100.000 Einheiten an. Diese Marke hat der Konkurrent MAN im letzten Jahr erstmals erreicht.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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