Quartalszahlen Burger King übertrifft Erwartungen

Passend zu den jüngsten Zahlen, nach denen sich die Deutschen falsch ernähren und im Schnitt zu dick sind, meldet ein Unternehmen, das daran nicht ganz unbeteiligt ist, Erfolgszahlen: Die US-Kette Burger King verzeichnete das 16. Quartal in Folge steigende Umsätze - mit maßgeblicher Unterstützung seiner deutschen Kunden.

Miami - Auf seinem Expansionskurs steigert Burger King die Gewinne stärker als den Umsatz. Das internationale Geschäft der weltweit zweitgrößten Schnellrestaurant-Kette wächst besonders schnell. Im zweiten Geschäftsquartal eröffnete Burger King  unter dem Strich weltweit 105 neue Filialen.

Der Überschuss kletterte von Oktober bis Dezember um 29 Prozent auf 49 Millionen Dollar (33 Millionen Euro). Der Umsatz legte um 10 Prozent auf 613 Millionen Dollar zu, teilte Burger King am Donnerstag in Miami (Florida) mit. Im gesamten Geschäftsjahr 2007/2008 (endet am 30. Juni) soll der Gewinn je Aktie nun stärker als bisher geplant um mehr als 15 Prozent wachsen. Grund sind laut Burger King höhere weltweite Verkaufszahlen sowie der Erfolg eines Sandwiches auf dem Heimatmarkt in den USA. Zudem hätten Werbemaßnahmen zu dem Anstieg des Umsatzes geführt. Burger King übertraf mit seinen Ergebnissen die Schätzungen der Analysten.

Deutschland ist für Burger King derzeit der wachstumsstärkste Markt in Europa mit inzwischen mehr als 600 Filialen. Weltweit betreibt die Kette mehr als 11.300 Restaurants, etwa 90 Prozent führen Drittunternehmer als Franchise-Filialen. Für den hart umkämpften Heimatmarkt peilt Burger King in diesem Geschäftsjahr erstmals seit sechs Jahren mehr Neueröffnungen als Schließungen an.

Im Wettbewerb mit dem weit größeren Marktführer McDonald's  prüft Burger King derzeit Berichten zufolge besonders günstige Burger für einen Dollar. Die beiden Konkurrenten hatten sich über den ohnehin scharfen Wettbewerb hinaus bereits in den Jahren 2000 und 2003 besonders heftige Preiskriege geliefert.

Am Montag hatte McDonald's von einem geringen Anstieg seines Reingewinns im vierten Quartal von 1,24 Milliarden Dollar auf 1,27 Milliarden berichtet. Nur dank guter internationaler Geschäfte konnte das weltgrößte Fast-Food-Restaurant das stagnierende Geschäft in seinen US-Filialen ausgleichen. Wegen des harten Winters in den USA erzielten die Heimatfilialen im Dezember ihre geringsten Verkäufe seit rund fünf Jahren. Burger King konnte sein Geschäft in den USA und Kanada in den letzten drei Monaten hingegen um 4,2 Prozent steigern.

Als Reaktion auf die Bekanntgabe der Zahlen stiegen die Aktien von Burger King sind am Donnerstag im vorbörslichen US-Handel um 3,35 Prozent auf 24,97 US-Dollar.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

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