Berkshire Hathaway Buffett kauft US-Mischkonzern

Kurz vor Jahresende sorgt Warren Buffett für Schlagzeilen. Der Multimilliardär steigt mit 4,5 Milliarden Dollar beim US-Konzern Marmon ein und will ihn später ganz übernehmen. Buffetts Investmentholding plant damit ihren größten Zukauf außerhalb der Finanz- und Versicherungsbranche.

Omaha - Der amerikanische Multimilliardär Warren Buffett übernimmt mit seiner Investmentholding Berkshire Hathaway für 4,5 Milliarden Dollar die Mehrheit am US-Mischkonzern Marmon. Berkshire Hathaway steige zunächst mit 60 Prozent ein, teilte die Gesellschaft am Dienstag in Omaha (Nebraska) mit. Die restlichen 40 Prozent werde Berkshire in den nächsten bis zu sechs Jahren kaufen. Der Preis hänge vom weiteren Geschäftserfolg von Marmon ab.

Der Mischkonzern mit einem Jahresumsatz von zuletzt rund sieben Milliarden Dollar (4,9 Milliarden Euro) gehört bislang über eine Stiftung der Chicagoer Milliardärsfamilie Pritzker. Sie ist einer der wohlhabendsten Clans der USA. Zu Marmon Holdings zählen weltweit mehr als 125 Produktionsunternehmen und Dienstleister mit rund 21.000 Beschäftigten.

Größter Zukauf außerhalb der Finanzbranche

Der Zukauf gilt als der bislang größte von Berkshire Hathaway außerhalb der Finanz- und Versicherungsbranche. Das Geschäft soll bis Ende des ersten Quartals im neuen Jahr abgeschlossen werden. Die Wettbewerbshüter müssen noch zustimmen.

Die weitläufige Pritzker-Familie trennt sich seit einiger Zeit von großen Teile ihres umfangreichen Firmenbesitzes wegen Streitigkeiten zwischen Zweigen des Clans. Zum Vermögen der Familie zählt unter anderem ein Mehrheitsanteil am US-Hotelkonzern Global Hyatt.

Berkshire kontrolliert rund 70 Tochterfirmen. Zur breiten Palette gehören neben Versicherungsriesen auch Versorger, Restaurantketten, Textilfirmen, Großhandelskonzerne und Schmuckhersteller. Die Gesellschaft hält zudem milliardenschwere Aktienpakete von Großkonzernen wie Coca-Cola , Procter & Gamble  und American Express .

manager-magazin.de mit Material von dpa