Konjunktur "Schwache Kaufkraft würgt Aufschwung ab"

Der Höhenflug der deutschen Wirtschaft geht dem gewerkschaftsnahen Institut für Makroökonomie zufolge zu Ende. Das IMK geht von nur noch 1,5 Prozent Wachstum aus: Grund für die Skepsis ist die "nur mäßig steigende Kaufkraft".

"Der Konjunkturaufschwung wird im Jahr 2008 zum Stillstand kommen", teilte das IMK am Donnerstag in seiner Konjunkturprognose mit. Es rechnet nur noch mit einem Wachstum von 1,5 Prozent nach 2,6 in diesem Jahr.

Damit sind die Düsseldorfer so skeptisch wie kein anderes Institut. Das Münchner Ifo-Institut erwartet 1,8 Prozent und das Kieler IfW sowie die Bundesbank jeweils 1,9 Prozent.

Als Grund für die Eintrübung nannte das IMK die nur mäßig steigende Kaufkraft der Deutschen. "Zwar ist eine deutlich bessere Situation auf dem Arbeitsmarkt und damit einhergehend eine vorteilhaftere Entwicklung bei der Beschäftigung und bei den Einkommen zu konstatieren", hieß es. "Die Realeinkommenszuwächse werden allerdings infolge des Anstiegs der Verbraucherpreise nur gering ausfallen."

Zudem lasse die Nachfrage nach deutschen Exporterzeugnissen nach, weil sich die Konjunktur in den USA und im Euro-Raum abkühle. Auch die Investitionen der Unternehmen dürften nicht mehr so rasant zulegen, nachdem viele Ausgaben aus steuerlichen Gründen bereits 2007 getätigt worden seien.

manager-magazin.de mit Material von dpa