US-Krisenfonds Startschuss in Kürze

Der milliardenschwere Krisenfonds der großen US-Banken kann voraussichtlich in den kommenden Wochen mit dem Aufkauf maroder Hypothekendarlehen beginnen. Wieviel Geld er letztendlich zur Verfügung haben wird, ist den beteiligten Banken zufolge allerdings noch unklar.

New York - In Kreisen hieß es, es sei immer noch mit 50 Milliarden Dollar zu rechnen - obwohl die Citigroup  gerade erst Zweckgesellschaften im Volumen von 49 Milliarden Dollar in die eigenen Bücher genommen hatte. Mit dem Fonds sollen größere Schäden an den internationalen Finanzmärkten verhindert werden.

Der Fonds soll Anlagevermögen von Banken aufkaufen, das sonst unter Zeitdruck auf dem freien Markt feilgeboten werden müsste und deshalb nur schlechte Preise erzielen würde.

Im Kern geht es um die Stützung von Strukturierten Investitionsinstrumenten (SIV). Die meist außerbilanziell geführten Investmentvehikel der Banken hatten den Angaben zufolge Ende August einen Wert von rund 400 Milliarden Dollar.

SIVs kauften in der Vergangenheit in großem Stil verbriefte Hypothekenkredite von Banken und finanzierten dies über die Ausgabe von kurz- und mittelfristigen Anleihen, so genannten Commercial Papers. Ab dem Spätsommer hatten sich Investoren mit dem Kauf solcher Papiere aber stark zurückgehalten. Die Refinanzierung wurde dadurch deutlich teurer, was viele Institute in finanzielle Bedrängnis brachte.

Im Zuge der Kreditkrise haben zahlreiche Finanzhäuser rund um den Globus herbe Verluste erlitten. Die Krise zog zunehmend auch die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft. Manche Experten erwarten im schlimmsten Fall eine Rezession in den USA und Europa.

manager-magazin.de mit Material von reuters