Pin "Das Geschäftsmodell ist intakt"

Auch nach der Einführung von Mindestlöhnen hat der Post-Konkurrent Pin eine Zukunft. Das glaubt zwar offenbar nicht der Haupteigner, der Axel-Springer-Konzern, der für Pin den Gang in die Insolvenz erwägt. Doch für den Fall eines Springer-Ausstiegs kündigt nun Pin-Chef Günter Thiel an, Anteile selbst zu übernehmen.

Frankfurt - "Wenn Springer aussteigen sollte, würden wir eine Übernahme des Unternehmens durch das Management anstreben", sagte Günter Thiel der "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Finanzielle Unterstützung könnten dabei Finanzinvestoren leisten. "Das Geschäftsmodell des Unternehmens ist intakt", bekräftigte Thiel, dem über die Beteiligungsgesellschaft Rosalia bereits 10 Prozent an PIN gehören.

Vergangene Woche hatte PIN wegen der geplanten Einführung eines Mindestlohns von 9,80 Euro pro Stunde für Briefträger die Entlassung von fast 900 der rund 9000 Beschäftigten angekündigt.

Der Axel-Springer-Verlag  bereitet die Schließung seiner Brieftochter vor: Schon am Freitag soll eine Entscheidung fallen, heißt es aus Kreisen der Axel-Springer-Gesellschafter. An diesem Tag entscheidet der Bundestag über das Mindestlohngesetz, doch selbst Springer rechnet nicht mehr mit einer politischen Kehrtwende.

manager-magazin.de mit Material von reuters