Siemens Bewährungsprobe für Löscher

Jetzt wird es ernst für Peter Löscher: Offenbar soll der neue Siemens-Chef schon am 17. Dezember bei der SEC in New York wegen des Schmiergeldskandals vorsprechen.

München – Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Montagausgabe) berichtet, reist die Spitze des Siemens-Konzerns bereits Mitte Dezember nach New York, um die US-Börsenaufsicht SEC vom Neuanfang nach dem Schmiergeldskandal zu überzeugen. Am 17. Dezember werde der Vorstandsvorsitzende Peter Löscher mit Peter Solmssen, im Vorstand für Rechtsfragen zuständig, und Aufsichtsratschef Gerhard Cromme bei der SEC vorsprechen, hieß es.

Bei Siemens  wollte man den Termin am Sonntag nicht bestätigen. Ein Sprecher verwies gegenüber manager-magazin.de jedoch auf die Ankündigung des Konzerns, dass das Gespräch mit der SEC noch vor der Hauptversammlung des Konzerns stattfinden werde. Diese ist für Ende Januar terminiert. Darüber hinaus wollte sich der Sprecher nicht zu den Vorgängen äußern.

Löscher selbst hatte in jüngster Vergangenheit zahlreiche Interviews gegeben, in denen er unter anderem hart mit der alten Konzernspitze ins Gericht ging.

Laut "Süddeutscher Zeitung" rechnen Unternehmenskreise im schlimmsten Fall mit einer Strafe von mehreren Milliarden Euro wegen des Korruptionsskandals. Die SEC kann Strafen gegen Siemens verhängen, weil der Konzern seit 2001 an der New Yorker Börse gelistet ist.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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