BASF Neue Struktur

Der Chemiekonzern BASF gestaltet sein Geschäft neu. Ab dem Jahr 2008 wird das Unternehmen aus sechs statt zuvor fünf Segmenten bestehen. Grund für die Neuordnung sind die umfangreichen Zukäufe im vergangenen Jahr.

Ludwigshafen - Der Chemieriese BASF  verspricht sich von einer neuen Konzernstruktur bessere Geschäfte. Künftig teilt sich die BASF in sechs große Konzernbereichen auf. Im neuen Segment "Functional Solutions" würden die Geschäfte mit Katalysatoren, Bauchemikalien sowie mit Beschichtungen und Lacken zusammengefasst, kündigte BASF am Donnerstag in Ludwigshafen an.

Die Neugliederung gelte ab dem 1. Januar 2008. Die veränderte Struktur umfasst die sechs Hauptbereiche Chemicals (Chemikalien), Plastics (Kunststoffe) , Functional Solutions, Performance Products (Veredelungsprodukte), Agricultural Solutions (Pflanzenschutz) sowie Oil & Gas (Öl und Gas) haben.

"Damit können wir unsere Produkte und Systemlösungen noch schneller auf den Markt bringen und erschließen uns weitere Potenziale für wertsteigerndes Wachstum", begründete Konzernchef Jürgen Hambrecht die Neuaufstellung. Auch unterhalb der sechs Hauptbereiche werden einige Geschäfte neu zusammengefasst.

So gibt es beispielsweise künftig keine Sparte Feinchemie mehr bei der BASF. Deren Geschäfte werden in der neuen Sparte Care Chemicals mit dem Wasch- und Reinigungsmittelgeschäft des Unternehmensbereichs Performance Chemicals zusammengefasst.

Hintergrund dürften auch die umfangreichen Zukäufe aus dem vergangenen Jahr sein. So hatte BASF 2006 für rund 3,8 Milliarden Euro den US-Katalysatorenspezialisten Engelhard und für 2,7 Milliarden Euro die Bauchemie-Sparte von Degussa erworben. Dazu kam der US-Harzspezialist Johnson Polymer für 470 Millionen Dollar. Alle diese Geschäfte gelten als weniger anfällig für die typischen Schwankungen der Chemiekonjunktur.

"Die organisatorischen Änderungen haben keinen Einfluß auf die Mitarbeiterzahl", sagte ein Sprecher. Zu möglichen Synergien durch die Neuaufstellung wollte er keine Angaben machen. "Im Vordergrund stehen nicht Kosteneinsparungen, sondern die Ausrichtung auf die branchenspezifischen Anforderungen der Kunden." Zudem solle der Konzern durch diesen Schritt für Analysten und Investoren transparenter werden.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters

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