Arcandor Immobilienverkauf bis Weihnachten

Arcandor will den mehrfach verschobenen Verkauf seiner Immobilien in naher Zukunft abschließen. "Wir gehen davon aus, dass wir das unter den Weihnachtsbaum legen können", sagte Peter Wolf, Chef der Karstadt-Warenhäuser.

Düsseldorf - Die Verhandlungen Arcandors  mit der italienischen Pirelli RE und der Deutsche-Bank-Tochter RREEF seien auf einem "sehr guten Wege" sagte Wolf am Mittwochabend vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in Düsseldorf. Zuletzt hatte Arcandor einen Abschluss bis Ende November in Aussicht gestellt. Wolf erklärte die Verzögerung damit, dass es sich um eine "Großtransaktion" handele, die "nicht ganz unkomplex" sei.

Die Bedingungen am Kapitalmarkt hätten sich wegen der weltweiten Finanzkrise in den vergangenen sechs Monaten geändert. Bei einem solchen Volumen könne man "nicht einfach auf den Knopf drücken". Mit Pirelli RE, die umfassende Erfahrungen mit Warenhäusern habe, bestehe die Chance auf einen "paneuropäischen Auftritt" im Premiumbereich des Warenhausgeschäfts.

Arcandor-Chef Thomas Middelhoff hatte zuletzt mit einem Erlös aus dem Verkauf der restlichen Immobilienanteile von 800 Millionen Euro in bar gerechnet. Damit solle ein Kredit aus der Übernahme von Thomas-Cook-Anteilen von der Lufthansa  abgezahlt werden.

Auch eine Sonderdividende hatte er nicht ausgeschlossen. Die Immobilien gehören einem Fonds von Goldman Sachs , an dem Arcandor noch 49 Prozent hält. Im März 2006 hatte der Konzern seine Waren- und Sporthäuser an den Fonds verkauft und dadurch bereits 3,7 Milliarden Euro eingenommen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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