Siemens Chefwechsel kostet 14 Millionen Euro

Der Technologiekonzern Siemens hat sich den Wechsel an der Vorstandsspitze mehr als 14 Millionen Euro kosten lassen. Siemens übernahm nicht nur Bonus-Ansprüche des aktuellen Vorstandschefs Peter Löscher im Wert von rund 8 Millionen Euro, sondern zahlte an dessen Vorgänger Klaus Kleinfeld auch knapp 6 Millionen Euro.

München - Das Unternehmen übernahm die 8,5 Millionen Euro schweren Bonus-Ansprüche des neuen Chefs Peter Löscher bei dessen vorigem Arbeitgeber Merck, wie aus einem Bericht des Konzerns an die US-Börsenaufsicht SEC vom Mittwoch hervorgeht.

Die Summe sei allerdings nicht bar ausbezahlt worden, sondern sei auf Löschers Altersvorsorgekonto gewandert und sei bis zu seinem 60. Geburtstag im Unternehmen gebunden.

Zudem habe Siemens Löschers Vorgänger Klaus Kleinfeld zum Abschied 5,75 Millionen Euro bezahlt, da er eingewilligt hatte, für eine bestimmte Zeit nicht zu einem direkten Konkurrenten zu wechseln. Diese sogenannte Wettbewerberklausel war in Kleinfelds Vorstandsvertrag ursprünglich nicht enthalten.

Zieleinkommen von 4,4 Millionen Euro

Das sogenannte Jahreszieleinkommen des jetzigen Siemens-Chefs beträgt rund 4,4 Millionen Euro. Anteilig hat Löscher in seinem ersten Quartal allerdings bereits rund 1,7 Millionen Euro in bar verdient. Wegen des guten Geschäftsverlaufs konnte er bereits einen hohen Bonusanteil einstreichen. Hinzu kommen Aktienoptionen im Wert von einer Million Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa