Iberia British Airways auf dem Rückzug

British Airways verzichtet auf eine Übernahme der spanischen Fluggesellschaft Iberia. Die Sparkasse Caja Madrid steigt zur Hauptaktionärin auf. Sie will vor allem eins: Dass Iberia in spanischen Händen bleibt.

London - Die Fluggesellschaft British Airways  (BA) nimmt von einer möglichen Übernahme des spanischen Konkurrenten Iberia  Abstand. BA werde ihren Anteil an Iberia nicht erhöhen und ihr Vorkaufsrecht für die von der spanischen Bank BBVA und dem Logistikkonzern Logista gehaltenen Iberia-Aktien nicht ausüben, teilten die Briten am Montag in London mit.

BBVA und Logista hatten angekündigt, ihre Anteile an die spanische Sparkasse Caja Madrid verkaufen zu wollen. British Airways hatte vor einem halben Jahr zusammen mit dem Private Equity Fonds TPG Capital Interesse an Iberia angemeldet und wollte 3,4 Milliarden Euro bieten.

BA ist an Iberia mit rund zehn Prozent beteiligt. An dem spanischen Flugunternehmen ist auch die Deutsche Lufthansa  prinzipiell interessiert, hatte aber stets betont, Iberia sei auf dem derzeitigen Niveau zu teuer.

Caja Madrid, die sich vergangene Woche bereits die BBVA-Anteile sicherte und somit mit nunmehr rund 17 Prozent zum Iberia-Hauptaktionär aufgestiegen ist, will Medienberichten zufolge, dass die Luftlinie unter spanischem Kommando bleibt. Sie fürchtet, dass der Einstieg internationaler Unternehmen die Bedeutung von Madrids Flughafen Barajas verringert.

Spaniens zweitgrößte Sparkasse käme mit dem Logista-Paket nun auf einen Anteil an Iberia von rund 23,3 Prozent - der bisherige Anteil von BBVA liegt bei 7,3, der von Logista bei knapp 6,2 Prozent.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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