Bahn-Streit GDL will Verhandlungen aufnehmen

Bis zum Nachmittag hatte sich die Lokführergewerkschaft Zeit gelassen mit ihrer Reaktion auf das aktuelle Tarifangebot der Bahn. Nun gab GDL-Chef Manfred Schell bekannt, dass er zu Verhandlungen bereit sei. Das, obwohl er das Angebot nicht gutheißt: Es handele sich um eine "Mogelpackung", so Schell.

Berlin - Im Tarifkonflikt bei der Bahn bahnt sich möglicherweise eine Lösung an. Die Lokführergewerkschaft GDL stimmte am Montag Verhandlungen über einen eigenständigen Tarifvertrag zu. Der GDL-Vorsitzende Manfred Schell sagte, Hauptvorstand und Tarifkommission hätten dies beschlossen, obwohl die Bahn keinen eigenständigen Tarifvertrag biete und sich vom Moderatorenergebnis verabschiedet habe.

Am Montag, dem 3. Dezember, solle es eine Verhandlungsrunde geben, in der der geschäftsführende GDL-Vorstand mit der Bahn die Rechtsposition des eigenständigen Tarifvertrags klären soll. Sollte dabei Übereinkunft erzielt werden, werde auf dieser Basis über Entgelt und Arbeitszeitverbesserungen verhandelt. Werde hingegen keine Einigung über einen eigenständigen Tarifvertrag, der seinen Namen verdient, erzielt, provoziere der Arbeitgeber weitere Streiks.

Die Bahn knüpft einen eigenen GDL-Tarifvertrag bisher an die Bedingung, dass sich die Vereinbarung widerspruchslos in das Gesamttarifwerk des Konzerns einfügt. Finanziell bietet das Unternehmen den Lokführern Einkommenssteigerungen von 8 bis 13 Prozent.

manager-magazin.de mit material von ddp und reuters

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