WestLB Ex-Vorstand droht mit Rechtsstreit

Nach der Gewinnwarnung vor gut einer Woche ereilen die WestLB erneut schlechte Nachrichten. Dem Aufsichtsrat der Düsseldorfer droht offenbar eine rechtliche Auseinandersetzung mit dem früheren Risiko-Vorstand Matthijs van den Adel.

Essen - Der frühere Risiko-Vorstand der WestLB, Matthijs van den Adel, besteht darauf, dass er den Aufsichtsratschef der WestLB, Rolf Gerlach, bereits im November 2006 über die hochspekulativen Geschäfte im Eigenhandel mit Aktien informiert hat. Gegen eine anderslautende Behauptung, die der Anwalt des WestLB-Aufsichtsrates, Lutz Batereau, auf der jüngsten Sitzung des Gremiums geäußert habe, will Adel nach Informationen der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe) juristisch vorgehen.

In einem Schreiben an den Anwalt Batereau, das der Zeitung vorliege, weist Adel die Behauptung zurück, er habe "keine absolut verlässliche Erinnerung mehr an die Geschehnisse". Ebenso weist der Ex-Vorstand zurück, dass er an der bisherigen Darstellung nicht mehr festhalten wolle. Adel fordert den Anwalt ultimativ bis zum 21. November auf, diese im Aufsichtsrat getätigte Mitteilung "ohne Einschränkung zurückzuziehen". Er werte diese als "gezielte Schädigung" seines Rufes. Er werde seine Anwälte "um Klärung der Einlegung möglicher rechtlicher Schritte bitten", berichtet die Zeitung.

Die WestLB war durch Fehlspekulationen im Eigenhandel in den vergangenen Monaten unter Druck geraten. Vorstandschef Thomas Fischer und weitere Manager, darunter Adel, wurden abgelöst. Zudem steht die WestLB seitdem im Mittelpunkt von Fusionsspekulationen im deutschen Landesbankensektor.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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