Beiersdorf Trennung von Tesa geplant

Der Beiersdorf-Vorstand forciert den Umbau zum reinen Kosmetikkonzern. Nach Informationen von manager magazin plant Vorstandschef Thomas-Bernd Quaas die Trennung von Tesa. Die Aktien der Klebstoffsparte könnten an die Beiersdorf-Aktionäre verteilt werden.

Hamburg - Beiersdorf-Chef Thomas-Bernd Quaas bereitet die Abtrennung der 100-prozentigen Tochter Tesa vor. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (23. November) am Kiosk erhältlich ist. Quaas käme damit seinem Ziel näher, Beiersdorf  als reinen Kosmetikkonzern mit der Hauptmarke Nivea zu führen. Denn nach dem Aktiensplit würde Beiersdorf nur noch 10 Prozent an Tesa halten.

Bislang scheiterte die Trennung von Tesa am Veto des Beiersdorf-Großaktionärs Maxingvest AG (ehemals Tchibo Holding). Die Maxingvest-Eigentümerfamilie Herz betrachtet Tesa als unverkäuflich. Im Zuge der jetzt angedachten Trennung würde die Familie mit einem Anteil von über 50 Prozent auch zum größten Tesa-Eigner avancieren und die Klebstoffsparte weiterhin kontrollieren.

Anfang November trafen sich Beiersdorf- und Maxingvest-Vertreter zu ersten Sondierungsgesprächen. Noch stecken die Verhandlungen in einem frühen Stadium. Sollten die Aktionäre ihr Einverständnis geben, könnte Beiersdorf-Primus Quaas bereits zur Hauptversammlung Ende April eine beschlussfertige Version seines Plans präsentieren.

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