Quartalszahlen Telekom überrascht

Anders als von vielen Experten erwartet, verbessert die Deutsche Telekom ihr Ergebnis im dritten Quartal. Allerdings sank der Umsatz wie erwartet. Und für 2008 solle niemand mehr erwarten, heißt es.

Bonn - Die Deutsche Telekom  hat im dritten Quartal mit einem Ergebnis- und Gewinnanstieg überrascht. So legte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ohne Sondereffekte im Vergleich zum Vorjahr dank Kosteneinsparungen um 0,6 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro zu, wie der Bonner Konzern aus dem Dax  am Donnerstag mitteilte.

Unter dem Strich verbuchte die Telekom bereinigt einen Überschuss von knapp 1,1 Milliarden Euro und damit 6,9 Prozent mehr als im dritten Quartal 2006. Die Analysten hatten bei Ebitda und Reingewinn jeweils mit einem Rückgang zum Vorjahreswert gerechnet.

Der Umsatz stieg den Angaben zufolge geringfügig: Er legte von Juli bis September um 1,4 Prozent auf 15,7 Milliarden Euro zu. Damit lag der Wert im Rahmen der durchschnittlichen Analystenschätzungen. Das Wachstum kam erneut nur aus dem Ausland. Hier legte die Telekom vor allem dank ihrer Mobilfunkaktivitäten in den USA um 14 Prozent zu. Auf dem hart umkämpften deutschen Markt gingen die Erlöse im dritten Quartal hingegen um neun Prozent zurück.

Wegen erhöhter Ausgaben im Mobilfunk- und Breitbandgeschäft erwartet der Bonner Konzern im kommenden Jahr nur ein Betriebsergebnis auf der Höhe von 2007. Für dieses Jahr bekräftigte der Bonner Konzern am Donnerstag seine Erwartung, ein geringeres Ebitda ohne Sondereffekte von rund 19 Milliarden Euro zu erzielen. Die Aktionäre könnten dennoch mit einer "attraktiven Dividende" rechnen. 2006 hatte die Telekom ein bereinigtes Ebitda von 19,4 Milliarden Euro erzielt. Seit dem vergangenen Sommer hatte das Unternehmen seine Ergebnisprognose zwei Mal gesenkt.

manager-magazin.de mit Material von ap und dpa

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