Commerzbank Neuer Chefbanker

Martin Blessing wird Vorstandschef der Commerzbank. Der Aufsichtsrat bestellte das 44-jährige Vorstandsmitglied zum Nachfolger von Klaus-Peter Müller, der auf eigenen Wunsch im kommenden Jahr in den Aufsichtsrat wechselt.

Frankfurt am Main - Die Commerzbank  bekommt einen neuen Chef. Wie das zweitgrößte deutsche Geldhaus heute mitteilte, soll Vorstand Martin Blessing an die Spitze des Gremiums treten und damit den bisherigen Banklenker Klaus-Peter Müller ablösen. Die Stabübergabe soll auf der nächsten Hauptversammlung des Geldhauses am 15. Mai 2008 erfolgen. Über die Personalie hatte manager magazin bereits im August exklusiv berichtet.

Blessing startete nach seinem Studium bei der Unternehmensberatung McKinsey und ging anschließend zur Dresdner Bank. Im Jahr 2001 kam der gebürtige Bremer dann zur Commerzbank, wo er zunächst das Privatkundengeschäft leitete, bevor er anschließend das wichtige Mittelstandsgeschäft übernahm.

Die Personalentscheidung des Aufsichtsrats wurde nötig, weil Vorstandssprecher Müller vorzeitig an die Spitze des Aufsichtsrats der Frankfurter Bank wechseln wird. Der jetzige Vorsitzende des Kontrollgremiums, Martin Kohlhaussen, wird zur Hauptversammlung 2008 sein Amt aufgeben. Müllers Vertrag als Vorstandssprecher läuft eigentlich noch bis 2010.

Da es im Bankgewerbe üblich ist, rund ein halbes Jahr vor einem solchen Wechsel den Nachfolger zu benennen, wurde bereits jetzt über die nötigen Personalien entschieden. Der offizielle Wechsel an der Spitze der Commerzbank wird aber erst im kommenden Sommer vollzogen.

Außerdem vergrößert die Commerzbank ihr Führungsgremium um zwei Personen. Frank Annuscheit und Markus Beumer wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zu neuen Vorständen bestellt. Beumer leitet derzeit unter Blessing das Firmenkundengeschäft, Annuscheit ist verantwortlich für die weltweite Informationstechnologie.

Die Commerzbank hat derweil ihr operatives Ergebnis im dritten Quartal 2007 um 7 Prozent auf 361 Millionen Euro gesteigert. Der Konzernüberschuss lag dank der Aktivierung von steuerlichen Verlustvorträgen mit 339 Millionen Euro sogar um 56 Prozent über dem des Vorjahres, wie die Bank mitteilte.

manager-magazin.de mit Material von dow jones und reuters

Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.