EADS Euro drückt Erlöse

Europas Luftfahrtriese EADS leidet unter dem hohen Euro-Kurs. Die teure Gemeinschaftswährung erschwert dem Unternehmen den Verkauf seiner Waren außerhalb der Euro-Zone. Und jetzt hat das Unternehmen auch noch Probleme mit den eigenen Produkten.

Hamburg - Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS  senkt einem Pressebericht zufolge seine Umsatzprognose. Grund sei der Höhenflug des Euro, berichtete die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Branchenkreise. Der Konzern werde am Donnerstag deshalb seine Erlösvorhersage nach unten anpassen. EADS war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Der zum Halbjahresergebnis vorgelegte Ausblick beruhe auf einem Euro-Dollar-Wechselkurs von 1,35. Dies werde jetzt auf den Wert von 1,40 geändert. Bislang habe der Konzern seine Aktionäre auf ein "niedriges einstelliges" prozentuales Umsatzminus vorbereitet.

Schwierigkeiten hat EADS offenbar auch mit seinen Produkten. Das Unternehmen muss anscheinend mehr Geld und Zeit in die Entwicklung seines Militärflugzeugs Airbus A400M stecken, ein Transportflugzeug. Allein im dritten Quartal fielen Zusatzausgaben in Höhe von bis zu ,4 Milliarden Euro an, teilte EADS gestern mit. Weitere belastungen wollte EADS nicht ausschließen.

Bereits im Oktober hatte der größte europäische Luftfahrtskonzern eingestehen müssen, dass sich die Auslieferungen der ersten A400-Exemplare um sechs bis zwölf Monate auf Frühjahr oder Herbst 2010 verschiebe.

Mittlerweile wurde auch bekannt, dass die russische Staatsbank VTB bis zum Jahresende den Verkauf ihres fünf-prozentigen Anteils am Airbus-Mutterkonzern EADS plane.

Die staatliche russische Flugzeugbau-Holding UAC (United Aircraft Cooperation) verhandele derzeit mit der Regierung über einen Kauf der Anteile an ein anderes russisches Unternehmen, sagte der VTB-Vorstandsvorsitzende Andrej Kostin am Montag nach Angaben der Agentur Interfax in Kiew.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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