Waffenlieferung Eurofighter für Indien?

Deutschlands Regierungschefin Angela Merkel besucht Indien, um die wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Subkontinent und der Bundesrepublik zu verbessern. Jetzt wittert EADS die Chance, moderne Eurofighter-Kampfflugzeuge an Indiens Luftwaffe zu verkaufen.

Neu Delhi - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zum Auftakt ihres Besuchs in Indien einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen in Aussicht gestellt. Sie wolle bei ihren Gesprächen in Neu-Delhi ein Beitrag leisten, die Zusammenarbeit in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu vertiefen, sagte Merkel heutenach der Begrüßungszeremonie am Regierungssitz der indischen Hauptstadt.

Merkel hat in Indien dann auch gleich für Investitionen in Deutschland geworben. "Fühlen Sie sich in Deutschland willkommen!", sagte Merkel. Geplant ist die Unterzeichnung von sieben Verträgen, darunter ein Geheimschutzabkommen der beiden Verteidigungsministerien, ein Vertrag über das indisch-deutsche Wissenschafts- und Technologiezentrum in Neu Delhi sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen der indischen und der Deutschen Post  und über Patentschutz.

Airbus-Chef Thomas Enders sieht derweil bereits gute Chancen für die Lieferung von 120 Eurofightern an die indische Luftwaffe. "Wir haben die Unterstützung von vier Regierungen in Europa und rechnen uns deshalb Chancen aus", sagte der frühere EADS-Co-Vorsitzende am Rande des Besuches von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Neu Delhi.

"Der Eurofighter zählt zu den modernsten Kampfflugzeugen weltweit", sagt Enders. Das Flugzeug sei bei mittlerweile bei fünf Luftwaffen im Einsatz. Derzeit gibt es eine Ausschreibung der indischen Luftwaffe. Der Luftfahrtkonzern EADS  bewirbt sich hierbei mit dem Eurofighter.

manager-magazin.de mit Material von reuters