VW/Audi Asien wird immer wichtiger

Die Marken VW und Audi des Volkswagenkonzerns werden in diesem Jahr ihren Absatz deutlich steigern. Dabei wird China für Europas größten Autobauer immer wichtiger. Dort ist der Absatz in den ersten neun Monaten um rund 30 Prozent gestiegen.

Tokio - Volkswagen ist auf gutem Wege, den Absatz der Marke VW wie geplant in diesem Jahr auf einen neuen Höchststand von 3,5 Millionen Fahrzeugen zu steigern. Das bekräftigte der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn am Mittwoch auf der Tokio Motor Show. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres habe VW mit 2,73 Millionen Einheiten 8,2 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum. Über alle Marken hinweg steigerte der Konzern den Absatz auf rund 4,6 Millionen Fahrzeuge, was ebenfalls einem Plus von rund 8 Prozent entspricht.

Allein auf China seien 685.000 Fahrzeuge entfallen, eine Steigerung von rund 30 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Für China hatte VW Anfang des Monats das Absatzziel von 800.000 auf 900.000 Fahrzeuge angehoben. Das neue Absatzziel bedeutet eine Steigerung von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 711.298 Einheiten.

Auf der Tokioter Messe stellt VW eine zweite Studie des Kleinstwagen "Up!" vor, der auf der IAA im September zu sehen war. Der "Space Up!" ist ein kleiner Van mit Heckmotor. Er passe besonders gut auf die asiatischen Märkte, sagte Winterkorn.

Audi will 2008 eine Million Autos verkaufen

Für die Wachstumspläne der Ingolstädter VW-Tochter Audi spielt Asien ebenfalls zentrale Rolle. Viele Hoffnungen setze der Automobilhersteller in die Neuauflage des Audi A4, sagte der Audi-Vorstandsvorsitzende Rupert Stadler am Mittwoch auf der Tokio Motor Show. Der neue Audi A4 wird im späten November in Deutschland in den Markt eingeführt und soll im "Frühling oder Sommer" in Asien auf den Markt kommen, sagte Stadler. Früheren Angaben zufolge will das Unternehmen seinen Jahresabsatz in China von rund 82.000 Einheiten derzeit bis 2015 auf 200.000 Fahrzeuge steigern.

Audi verkauft derzeit mehr Fahrzeuge in China als die beiden Wettbewerber BMW und Mercedes, zum Teil befördert durch die gute Marktposition des Mutterkonzerns Volkswagen. Stadler bekräftigte das Ziel, in diesem Jahr den Absatz weltweit auf 950.000 Fahrzeuge zu erhöhen und die Gewinnmarge zu erhöhen. Im kommenden Jahr soll dann der Absatz auf über eine Million Fahrzeuge steigen.

Stadler kündigte darüber hinaus an, in den nächsten fünf Jahren zehn Milliarden Euro in die Entwicklung neuer Modelle investieren zu wollen. Neue Fahrzeugmodelle sind oft Wachstumstreiber für die Autohersteller.

manager-magazin.de mit Material von ddp und reuters

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