Importe China ist überall

Deutsche Verbraucher greifen häufiger zu Waren aus China. Im vergangenen Jahr stammte fast jedes zweite hierzulande verkaufte Handy und jedes fünfte Fernsehgerät aus dem Reich der Mitte. Auch fast jeder dritte Computer kam aus China - zehn Jahre zuvor waren es erst 3 Prozent.

Wiesbaden - Vom Sportschuh bis zum Fernseher finden sich in deutschen Haushalten immer mehr Produkte aus China. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, stammten nach vorläufigen Berechnungen 6,7 Prozent der deutschen Wareneinfuhren im vergangenen Jahr aus China. Insgesamt hätten die Importe einen Wert von 48,8 Milliarden Euro gehabt.

Vor zehn Jahren hatten chinesische Waren nur 2,6 Prozent der deutschen Einfuhren ausgemacht. Der Anteil technologisch hochwertiger Elektroartikel an den importierten Produkten nahm in dieser Zeit stark zu. Hinter Frankreich und den Niederlanden ist China im Warenfluss nach Deutschland den Angaben zufolge zum drittwichtigsten Importeur aufgerückt und liegt damit vor den USA.

Mit einem Anteil von etwa 21 Prozent seien 2006 vor allem elektronische Artikel wie Nachrichtentechnik, Radios, Fernsehgeräte und Mobiltelefone aus China importiert worden. Mittlerweile machten chinesische Produkte in diesem Segment fast ein Viertel (23 Prozent) der insgesamt eingeführten Waren aus. 1996 waren es noch 4 Prozent gewesen.

An zweiter Stelle der importierten Artikel standen im vergangenen Jahr Büromaschinen, Computer und Datenverarbeitungsgeräte. Der Wert der eingeführten Waren in diesem Bereich habe sich im Vergleich zu 1996 mit 9,8 Milliarden Euro verfünffacht.

Auch der Anteil traditioneller chinesischer Einfuhrwaren wie Bekleidung, Schuhe oder Spielwaren stieg weiter an. Bei Bekleidung erhöhte sich der Anteil chinesischer Produkte an den Gesamteinfuhren zwischen 2000 und 2006 von 12 auf 26 Prozent. Bei Spielwaren liegt der Marktanteil inzwischen sogar bei fast 60 Prozent gegenüber 40 Prozent vor sieben Jahren.

manager-magazin.de mit Material von ddp, dpa

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