Daimler Großinvestoren zeigen Interesse

Der Autohersteller Daimler hat nach Informationen des manager magazins ein Kooperationsprojekt mit Chrysler gestoppt. Die gemeinsame Plattform für die A- und B-Klasse von Mercedes wird nicht mehr weiter verfolgt. Konzernchef Dieter Zetsche bestätigte unterdessen Gespräche mit Finanzinvestoren.

Hamburg - Verschiedene Investoren interessieren sich offenbar für eine Beteiligung an dem Automobilkonzern Daimler . Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (26. Oktober) am Kiosk erhältlich ist.

Er sei mit der Aktionärsstruktur des Konzerns "sehr zufrieden", sagte Dieter Zetsche in einem Interview mit dem Magazin. Aber jeder Investor könne frei entscheiden, wo er sein Geld anlegen wolle. Bei Anfragen, "solche Fälle hat es inzwischen auch gegeben", unterhalte man sich natürlich mit den Interessenten.

Zetsche wollte nicht sagen, welche Investoren angefragt haben. Er verwies aber darauf, dass die Familie Quandt ein Interesse an einer Beteiligung an Daimler dementiert habe. Die Familie ist Hauptaktionär des Münchener Daimler-Konkurrenten BMW . Zuletzt war wiederholt über einen möglichen Einstieg der Quandts bei Daimler berichtet worden.

Zetsche bestätigte, dass Daimler ein wesentliches Kooperationsprojekt mit Chrysler gestoppt habe. "Wir konnten die Ziele dort nicht erreichen", sagte Zetsche.

Deshalb werde die ursprünglich geplante gemeinsame Plattform für die A- und B-Klasse von Mercedes und den Dodge Caliber nicht mehr weiter verfolgt. Zetsche wollte mit der Kooperation die Entwicklungs- und Produktionskosten für A- und B-Klasse senken. Als alternative Partner sind BMW und Fiat  im Gespräch.

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