Steuerzahlerbund Lohnkostensenkung gefordert

Weil die Inflation steigen könnte, sollen die Lohnnebenkosten sinken. Das fordert der Bund der Steuerzahler. Einige Politiker dürften der Forderung offen gegenüber stehen.

Hamburg - Angesichts der jüngsten Inflationswarnung von Bundesbankpräsident Axel Weber fordert der Bund der Steuerzahler eine deutliche Entlastung bei den Lohnnebenkosten.

"Durch die Inflation wird ein Großteil der Lohnerhöhungen in diesem Jahr wieder aufgefressen", sagte der Präsident des Steuerzahlerbundes, Karl Heinz Däke, der "Bild" laut Vorabbericht. Um die Bürger zu entlasten, müsse die Bundesregierung kurzfristig den Solidaritätsbeitrag senken, die alte Pendlerpauschale wieder herstellen und die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung unter drei Prozent senken.

Weber hatte am Sonntag in einem Zeitungsinterview gewarnt, die Inflationsrate in Deutschland könnte bis zum Jahresende auf drei Prozent steigen. Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Ulrich Blum sagte, neben Sozialhilfeempfängern und sogenannten Mini-Jobbern träfe eine solche Entwicklung besonders die rund 20 Millionen Rentner.

"Die Ruheständler können keinen Lohnzuschlag fordern, ihre Bezüge steigen erst mit Verzögerung", sagte er der Zeitung. 2007 hätten sie daher unterm Strich weniger Geld zur Verfügung.

manager-magazin.de mit Material von ddp