Bosch Wachstumsschub in Asien

Der Automobilzulieferer und Elektrokonzern Bosch will seinen Umsatz in Asien bis 2015 verdreifachen. Schwerpunkt der Investitionen sollen Umwelttechnologien sein.

Seoul - Die Bosch-Gruppe wolle in der weltweiten Wachstumsregion Nummer eins zu diesem Zeitpunkt auf ein Umsatzvolumen von 22 Milliarden Euro kommen, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach anlässlich der Eröffnung des neuen koreanischen Hauptsitzes in Seoul. "Das Asiengeschäft soll dann gut 25 Prozent zum Gesamtumsatz beitragen." 2007 erwartet der weltgrößte Automobilzulieferer einen Asien-Umsatz von 7,4 Milliarden Euro, was einem Plus von acht Prozent entspricht, in lokalen Währungen sogar 13 Prozent mehr ausmacht.

Die Stuttgarter Robert Bosch GmbH ist in der Region bereits an 58 Standorten aktiv und beschäftigt konzernweit 2007 rund 50.000 Mitarbeiter, 7.500 mehr als 2006. 7000 Mitarbeiter sind in der Forschung und Entwicklung tätig. Bosch will von 2008 bis 2010 wie schon in den drei Jahren zuvor erneut 1,4 Milliarden Euro in der Boom-Region investieren.

Die Asien-Pazifikregion werde bis 2015 die stärkste Wirtschaftsregion", sagte Fehrenbach. Dann würde dort mit 53,3 Billionen Euro bereits die Hälfte des weltweiten Wachstums am Bruttoinlandsprodukt erzeugt. Das Wachstum will Bosch vor allem aus eigener Kraft stemmen, wobei Fehrenbach Akquisitionen aber nicht ausschließt.

Auch Billig-Autos im Blick

Schwerpunkt der Investitionen von Bosch sind Umwelt und Ressourcen schonende Technologien in der Kraftfahrzeugtechnik. "2015 wird jedes zweite Auto in Asien hergestellt", erwartet der Bosch-Chef. Der Stuttgarter Zulieferer wolle das Geschäftsvolumen mit den asiatischen Automobilherstellern deutlich ausbauen.

Bosch habe auch Produkte für den Markt der "Low Price Vehicles" (Billig-Autos unter 7000 Euro); deren Anteil werde am weltweiten Markt bis 2015 auf 15 Prozent wachsen und jährlich mit rund sechs Prozent plus doppelt so schnell wachsen wie der gesamte Automobilmarkt.

manager-magazin.de mit Material von dpa