EADS Airbus und IG Metall einig über Abfindungen

Im Streit um den geplanten Stellenabbau beim Flugzeugbauer Airbus haben sich IG Metall und das Unternehmen auf ein Abfindungsprogramm geeinigt. Die Gewerkschaft rechnet mit rund 3000 bedrohten Stellen.

Hamburg - Ein freiwilliges Ausscheiden soll demnach ab 2008 möglich sein. Wie viele Stellen im Zuge des Sparprogramms Power8 wegfallen sollen, steht nach Angaben der IG Metall noch nicht fest. Sie war zuletzt davon ausgegangen, dass mehr als 3000 der rund 23.000 Arbeitsplätze bei Airbus in Deutschland bedroht sind.

Details zum anstehenden Personalabbau vor allem in der Verwaltung müssten noch geklärt werden, sagte ein Gewerkschaftssprecher am Wochenende. Der Betriebsratschef von Airbus Deutschland, Rüdiger Lütjen, wertete das vereinbarte Abfindungsprogramm als "ersten Schritt, um die Auswirkungen von Power8 auf die Beschäftigten zu regeln".

Mit dem Personalabbau und Werksverkäufen würden aber die Probleme bei Airbus nicht gelöst, sagte Lütjen. Keine Annäherung gab es der IG Metall zufolge bei den von Airbus geplanten Werksverkäufen. Wenn das so bleibe, behalte sich die IG Metall vor, die Zukunft der Werke "tarifpolitisch zu sichern", sagte der Sprecher. Dann wäre auch ein Streik nicht ausgeschlossen.

Airbus will nach Lieferschwierigkeiten beim A380 mehrere Milliarden Euro einsparen und die Werke Varel, Nordenham und Laupheim abstoßen. Auch das Werk der Airbus-Mutter EADS  in Augsburg soll verkauft werden.