Wohnmobilfirma Daimler verkauft Westfalia

Nach der Trennung von Chrysler konzentriert sich die Daimler AG weiter auf das Kerngeschäft Mercedes-Benz. Der traditionsreiche Wohnwagenhersteller Westfalia geht nach acht Jahren im Konzern an die Beteiligungsfirma Aurelius.

Stuttgart/Rheda-Wiedenbrück - Der Autokonzern Daimler  hat den Wohnmobil-Hersteller Westfalia Van Conversion an die Münchener Industrieholding Aurelius AG verkauft. Das teilten die beiden Unternehmen am Dienstag mit. Angaben zum Kaufpreis gab es nicht.

Daimler hat sich den Angaben zufolge zum Verkauf entschlossen, weil Westfalia nicht mehr zum Kerngeschäft des Konzerns gehört. Trotzdem sollen die Reisemobile von Mercedes-Benz (Markennamen "James Cook" und "Marco Polo") sowie die Superhochdächer für den Transporter Sprinter von Westfalia gefertigt werden.

Westfalia Van Conversion mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück bei Gütersloh kommt mit rund 230 Mitarbeitern auf einen Jahresumsatz von 50 Millionen Euro. Daimler hatte sich 1999 mit 49 Prozent an Westfalia beteiligt. 2001 baute der Autokonzern seinen Anteil auf 100 Prozent aus.

Der Westfalia-Kauf sei die sechste Übernahme von Aurelius im laufenden Jahr, weitere sollen folgen. Das Unternehmen liege mit seiner Modellpalette "voll im Trend", hieß es in der Mitteilung. Gefragt seien derzeit kompakte, wendige Reisemobile mit einem Gesamtgewicht von weniger als 3,5 Tonnen. Zuvor hatte Aurelius beispielsweise Tochtergesellschaften von Arcandor  oder Douglas  erworben. Die wie ihr Konkurrent Arques  börsennotierte Aurelius  hält ihre Beteiligungen in der Regel drei bis sechs Jahre.

manager-magazin.de mit Material von dpa, dow jones und reuters

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