Finanzkrise Banken gründen Rettungsfonds

Die Citigroup, Bank of America und JPMorgan wollen einen Sicherungsfonds gründen, um Hedgefonds und andere Subprime-Investoren vor dem Absturz zu bewahren. Der Fonds könnte bis zu 100 Milliarden Dollar schwer sein.

New York - Der Fonds solle Mittel bereitstellen, um minderwertige Kredite zurückzukaufen und damit die durch die Immobilienkrise angeschlagenen Finanzmärkte stabilisieren, teilten die beteiligten Großbanken Citigroup , Bank of America  und JPMorgan mit.

Den Angaben zufolge sollen sich an dem Fonds auch andere bislang nicht genannte Geldhäuser beteiligen. Zum Volumen machten die Banken zunächst keine Angaben; das "Wall Street Journal" hatte zuvor von 100 Milliarden Dollar (rund 70 Milliarden Euro) berichtet, die "Financial Times" von 75 Milliarden Dollar.

Der neue Fonds soll Engpässe an den Kreditmärkten beseitigen, Liquidität sicherstellen und von der Pleite bedrohte Hedgefonds retten. Dem Statement der beteiligten Banken zufolge soll der auf den Namen M-LEC getaufte Fonds (Master Liquidity Enhancement Conduit) bis in 90 Tagen einsatzbereit sein.

Mit Hilfe des Fonds soll der Handel mit kurzfristigen Schuldverschreibungen, so genannten Commercial Papers, wieder in Gang gebracht werden, der Banken und Hedgefonds eine Refinanzierung ihrer langfristigen Verbindlichkeiten erlaubt.

Derzeit seien noch Verhandlungen mit anderen Banken im Gange, "um für den M-LEC einen angemessenen Umfang und eine angemessenen Finanzierung sicherzustellen". Das US-Finanzministerium war nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen an den Verhandlungen zur Einrichtung des Fonds beteiligt.

Anleger reagierten nervös auf die Einrichtung des Rettungsfonds. Es sei ein Anzeichen dafür, dass die US-Subprime-Krise noch nicht ausgestanden ist und weitere Wellen schlagen könnte.

manager-magazin.de mit ap und reuters