Continental/VDO "Keine Garantien abgeben"

Dem Autozulieferer Continental steht wegen der anstehenden Übernahme von Siemens VDO ein Konflikt mit der IG Metall ins Haus. Die Gewerkschaft fordert einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen - Continental winkt ab.

Düsseldorf - Die IG Metall verlangt vom Autozulieferer Continental , dass es beim anstehenden Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Siemens VDO in den nächsten fünf Jahren keine betriebsbedingten Kündigungen und keine Werksschließungen geben wird. "Wir wollen nicht, dass die Standorte untereinander ausgespielt werden", sagte der niedersächsische IG-Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine dem "Handelsblatt" (Montagausgabe).

Ein gemeinsames Vorgehen der Betriebsräte von Continental und Siemens VDO solle helfen, Arbeitsplätze und Standorte zu sichern. "Der Umfang der Konflikte mit Continental ist noch nicht absehbar, aber wir haben Strukturen geschaffen, um gemeinsam handeln zu können", sagte Meine. Der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen müsse tarifvertraglich geregelt werden.

Conti-Personalvorstand Heinz-Gerhard Wente wies diese Forderungen im "Handelsblatt" zurück. Grundsätzlich bemühe man sich bei Continental immer, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. "Wir können aber keine Garantien abgeben, da wir von unseren Kunden auch keine Abnahmegarantien für die kompletten Produktionskapazitäten erhalten", entgegnete Wente.

Bis 15. November will die EU-Kommission darüber entscheiden, ob die Übernahme von Siemens VDO durch Continental dem Wettbewerbsrecht entspricht. Die bisherigen Rivalen überschneiden sich in vielen Sparten. Durch den Zusammenschluss entsteht der zweitgrößte Autozulieferer der Welt mit rund 140.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 25 Milliarden Euro. Zum Jahresende will Continental die Fusion abschließen.

manager-magazin.de mit Material von ddp