Volkswagen Beschleunigung in China

Europas größte Autofirma legt in China zu. Volkswagen hat dort in den ersten neun Monaten dieses Jahres 685.000 Autos verkauft, das sind 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Nun schraubt das Unternehmen sein Absatzziel für das Gesamtjahr auf 900.000 Autos in die Höhe - und prüft den Bau einer neuen Fabrik in China.

Wolfsburg - Volkswagen  hat sein Verkaufsziel für den chinesischen Markt angehoben. Das Unternehmen will dort bis Ende des Jahres nun 900.000 Autos absetzen. Das sind 100.000 mehr als bisher angestrebt worden sind, sagte Winfried Vahland, Volkswagen-Chef in China.

Volkswagen habe in den ersten drei Quartalen dieses Jahres bereits 30,2 Prozent mehr Autos in China verkauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit schnitten die Wolfsburger auch besser ab als der Gesamtmarkt, der um 24 Prozent zugelegt habe. Der Marktführer in dem asiatischen Land erwartet für 2007 nun auch ein höheres operatives Ergebnis als im Vorjahr mit 108 Millionen Euro. Das Gewinnwachstum habe im dritten Quartal noch zugenommen. "Wir sind im Vergleich zum Vorjahr auf Rekordfahrt", sagte Vahland dann auch.

"Volkswagen ist seinem Umstrukturierungsplan in China zudem voraus und gut gerüstet für die Herausforderung des weltweit am stärksten umkämpften Marktes", glaubt darüber hinaus Volkswagen-Chef Martin Winterkorn.

Die Umstrukturierung, die nach dem Einbruch von Volkswagen in China vor drei Jahren gestartet wurde, komme schneller als geplant voran. Die Kosten könnten bis Ende des Jahres um 30 Prozent gegenüber 2005 gesenkt werden. Der Anteil lokal gefertigter Teile in der Produktion habe dieses Jahr bereits mit 80 Prozent das Ziel für 2008 erreicht. Die Produktivität werde in diesem Jahr um 10 Prozent gesteigert.

Da die Kapazitätsauslastung in China heute schon auf mehr als 90 Prozent gesteigert wurde und der Absatz weiter wachse, denkt der Konzern offenbar über ein neues Werk nach, das etwa 2010 notwendig werden dürfte. Dafür könnte eine bestehende Fabrikationsstätte eines chinesischen Herstellers übernommen werden, sagte Vahland. Im November wird der Volkswagen-Aufsichtsrat die Pläne für Investitionen in den nächsten fünf Jahren beschließen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters