Chrysler Der Sechs-Stunden-Streik

Der erste Streik nach zehn Jahren war nur von kurzer Dauer. Nach bereits sechs Stunden Ausstand hat sich der US-Autobauer Chrysler mit der Gewerkschaft UAW auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.

Detroit - Der Streik beim US-Autobauer Chrysler ist mit einer überraschend schnellen Einigung zwischen Management und Gewerkschaft schon wieder beendet. Nach etwa sechs Stunden Ausstand in fast allen US-Werken gaben beide Seiten in der Nacht zu Donnerstag (MEZ) bekannt, man habe sich auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Der vorläufige Vertrag habe eine Laufzeit von vier Jahren.

Die Verband United Auto Workers (UAW) erklärte, die Einigung schütze Löhne, Pensionen und den Gesundheitsschutz für Angestellte und Ruheständler. Der Konzern teilte mit, der Vertrag verbessere die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Einzelheiten nannten beide Seiten nicht. Der ausgehandelte Kompromiss muss nun noch von knapp 49.000 UAW-Mitgliedern angenommen werden.

Nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen war zuvor ein Großteil der Chrysler-Arbeiter erstmals seit zehn Jahren wieder in den Streik getreten. Betroffen waren nach Angaben der Gewerkschaft UAW alle Werke außer jenen fünf, in denen der Konzern wegen hoher Lagerbestände ohnehin für einige Zeit die Produktion ausgesetzt hat. Beobachter hatten eigentlich mit einem vergleichsweise langen Streik gerechnet.

Chrysler gehört seit kurzem mehrheitlich dem Finanzinvestor Cerberus, der die Firma für 7,4 Milliarden Dollar von der damaligen DaimlerChrysler übernommen hat. Der inzwischen in Daimler umbenannte deutsche Konzern hält aber noch fast 20 Prozent an Chrysler.

manager-magazin.de mit Material von reuters