Münchener Rück "US-Gewinn verdoppeln"

Die Münchener Rück will ihr US-Geschäft deutlich profitabler machen. Die Neuausrichtung der Tochter Munich Re America soll für eine Verdopplung des Vorsteuergewinns sorgen. Das Gewinnziel wird auf mindestens eine Milliarde Dollar angehoben.

München - Die USA seien einer der größten, aber auch wettbewerbsintensivsten Märkte der Welt, sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek am Dienstag in München. "Wir wollen unsere Profitabilität in den USA deutlich erhöhen, indem wir unsere Kundenbeziehungen verbreitern und vertiefen."

Dazu werde das Geschäft in den USA neu strukturiert. Die Organisation soll stärker auf bestimmte Kundengruppen ausgerichtet werden. Bisher richtete sich die Struktur der Munich Re America nach der Vertriebs- und Produktart.

Der US-Erstversicherungsmarkt hat ein Prämienvolumen von etwa 500 Milliarden Dollar. Die Rückversicherung kommt im Nicht-Leben-Bereich auf etwa 50 Milliarden Dollar. Die Münchener Rück  tat sich auf dem US-Markt lange schwer. Nach der Übernahme der American Re verhagelte die US-Tochter öfters die Bilanz des Konzerns.

Der Gewinn je Aktie soll in den Jahren 2007 bis 2010 im Schnitt jährlich um mehr als zehn Prozent wachsen. Zudem plane Münchener Rück, in den Jahren bis 2010 jährlich mehr als eine Milliarde Euro als Dividende auszuschütten.

Unter der Leitung von John Phelan habe man aber operativ die Kehrtwende geschafft, betonte das Unternehmen nun. "Jetzt ist die Munich Re America bereit für den nächsten Schritt." Dabei wolle man die vorsichtige Zeichnungspolitik aber fortsetzen. "Unverändert wird die Münchener Rück in allen Phasen des Rückversicherungszyklus nur solches Geschäft zeichnen, für das unsere Kunden eine risikogerechte Prämie zahlen", sagte Jeworrek.

Neuer Chef der US-Tochter wird zum Jahreswechsel wie bereits angekündigt Anthony J. Kuczinski. Er berichtet an Peter Röder. Der langjährige Leiter der Konzernentwicklung verantwortet seit dem 1. Oktober im Vorstand das Nichtleben-Rückversicherungsgeschäft in den USA und Kanada.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters