Bahn Vier Tage Streik - kein Ersatzverkehr

Am Donnerstag, Freitag, Montag und Dienstag will die Gewerkschaft der Lokführer streiken. Nur im Nahverkehr, aber bundesweit, so GDL-Chef Manfred Schell. Die Einrichtung von Ersatzfahrplänen sei diesmal nicht möglich, so die Bahn AG.

Königswinter - Bahnreisende in Deutschland müssen ab Donnerstag mit deutlich stärkeren Störungen durch Streiks im Nah- und Regionalverkehr rechnen als bislang. Der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Manfred Schell, kündigte am Dienstag in Königswinter an, ab dann ganztags streiken zu wollen.

Auch am Freitag, kommenden Montag und Dienstag sind demnach Streiks der Lokführer möglich. Die Bahn kritisierte die "vagen Ankündigungen" der GDL. Dies mache die Einrichtung von Ersatzfahrplänen unmöglich, sagte der Bahnvorstand für den Personenverkehr, Karl-Friedrich Rausch, in Berlin.

"Es gibt kein neues Angebot", sagte der Bahn-Vorstandsvorsitzende Hartmut Mehdorn am Rande des 11. Tourismusgipfels in Berlin. "Wir können nicht mehr bieten, selbst wenn wir wollten", fügte er hinzu. Der Bahnvorstand bleibe deswegen hart, auch wenn gestreikt würde. "Wir können den Streik nicht vermeiden", sagte er.

Von Donnerstag an seien Streiks im Regionalverkehr wahrscheinlich, kündigte GDL-Chef Manfred Schell am Rande einer Sitzung des Hauptvorstands seiner Gewerkschaft in Thomasberg bei Bonn an. Die Arbeitsniederlegungen würden nicht mehr nur drei Stunden, sondern den ganzen Tag dauern. Die Bahn hatte bis 13 Uhr Zeit, ein neues Angebot vorzulegen.

Auch am Freitag, Montag und Dienstag könne es ganztätige Arbeitskampfmaßnahmen im Nahverkehr geben, sagte Schell. Nur in diesem Segment sind der GDL Streiks erlaubt, da das Arbeitsgericht Chemnitz Arbeitsniederlegungen im Fern- und Güterverkehr verboten hat.

manager-magazin.de mit material von ap, dpa und ddp